Darum gehts
- Nick Kyrgios feiert beim Stuttgart Open ein starkes Comeback gegen Corentin Moutet
- Im Achtelinfinal trifft er auf Sho Shimabukuro
- In den letzten drei Jahren bestritt er nur sieben Spiele
Nick Kyrgios (31), der wegen langer Verletzungspausen und der daraus resultierenden Inaktivität derzeit nicht einmal mehr in der ATP-Weltrangliste geführt wird, ist wieder da – und wie! Bei seinem emotionalen Comeback in der ersten Runde der Stuttgart Open lässt er dem Franzosen Corentin Moutet (27) – immerhin die Nummer 36 der Welt – keine Chance. Kyrgios fegt seinen Kontrahenten mit 6:3 und 6:4 vom Platz und trifft im Achtelfinal des ATP-250-Turniers nun auf den japanischen Qualifikanten Sho Shimabukuro (28, ATP 104).
«Das ist ziemlich emotional. Ich hatte viele Operationen. Hierherzukommen, die Liebe zu spüren und Tennis auf hohem Niveau zu spielen, bedeutet mir viel. Ich freue mich darüber, wie ich gespielt habe und wie sich mein Körper anfühlt. Ich musste hart arbeiten. Aber für solche Momente spiele ich noch», zeigt sich Kyrgios nach dem Match sichtlich berührt.
Nur sieben Spiele in den letzten drei Jahren
Hinter dem Australier liegt eine wahre Leidenszeit. Vor seinem Auftritt in Stuttgart hatte Kyrgios im Jahr 2026 lediglich ein einziges Spiel im Einzel bestritten: Am 6. Januar verlor er gegen Aleksandar Kovacevic (27, ATP 69). Die nackten Zahlen seiner Verletzungskrise sind dramatisch: In den vergangenen drei Jahren stand er gerade einmal für sieben Partien auf dem Court, von denen er nur eine einzige gewinnen konnte.
Doch der Rasen-Experte ist zurück in seinem Element. Für das Turnier in Stuttgart erhielt Kyrgios eine Wildcard und auch bei den darauffolgenden ATP-Turnieren von Halle (13. bis 21. Juni) und Mallorca (20. bis 27. Juni) will er aufschlagen – und sich so auf das absolute Highlight vorbereiten: das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon (29. Juni bis 12. Juli), wo Kyrgios 2022 noch sensationell bis in den Final vordrang.