Happy End nach einstiger harscher Kritik an Genf
So kam es zur Versöhnung zwischen Wawrinka und seinem Heimturnier

Die Beziehung von Stan Wawrinka und dem ATP-Turnier in Genf war nicht unbelastet. Nach jahrelanger Absenz kehrt der Romand auf seiner Abschiedstour nun zurück – und wird warm empfangen.
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Comeback in der Heimat: «Stan the Man» tritt am Genfersee wieder aufs Tapet.
Foto: Claude Diderich/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Stan Wawrinka kehrt im Mai 2026 zum ATP-Turnier in Genf zurück
  • Er spielt in seinem letzten Profi-Jahr trotz früherer Differenzen
  • Organisatoren freuen sich über Zusage des Tennis-Stars
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Marco PescioReporter Sport

Der Tennis-Fan durfte zwar darauf hoffen, doch erwarten konnte man einen Start von Stan Wawrinka (40) beim ATP-Turnier in Genf in den letzten Jahren nie. Seit 2019 hatte der Romand auf der schmucken Anlage am Genfersee nicht mehr aufgeschlagen. Aus verschiedenen Gründen. 2026 aber, in seinem letzten Profi-Jahr auf der Tour, kehrt der zweifache Champion und einstige Botschafter des 250er-Events zurück.

Das sind freudige Nachrichten für alle Seiten. Für die Fans in seiner Heimat, die ihn als Spieler näher nie mehr zu Gesicht bekommen. Für Wawrinka selbst, weil er stets betonte, wie «fantastique» er sich in Genf bei Staff und Zuschauern aufgehoben gefühlt habe. Und fürs Turnier, weil es nicht nur eine Attraktion zurückhat, sondern auch ein zuletzt latentes Thema beendet ist: Die Distanz zwischen Turnier und dem einheimischen Starspieler.

Denkwürdige Pressekonferenz 2018

Dass Wawrinka heuer zugesagt hat, ist ein Happy End nach ungewissen Jahren, in denen von Aussen betrachtet nie klar war, wie stark die Beziehung zwischen den Parteien gelitten hatte, als es 2018 zu Unstimmigkeiten kam. Wawrinka hatte damals an der Pressekonferenz in Genf fehlende Wertschätzung moniert und gesagt: «Ich habe von Anfang an gespürt, dass ich nicht willkommen bin.»

Der Waadtländer trat in der Folge ohne Gage an, gleichzeitig erklärte er am selben Medientermin, dass ihm die Konkurrenz aus Lyon für dieselbe Woche «viel Geld» geboten hätte. Er spiele nur in Genf, weil er die Fans und freiwilligen Helfer glücklich machen wolle. Das waren knackige Worte.

Seither spielte er nur noch 2019 im Parc des Eaux-Vives. Obwohl die Veranstalter ihn weiterhin gerne gehabt hätten, blieb er seinem Heimwettbewerb in der Folge fern, teilweise auch wegen Verletzungen. Es drohte also ein Karriereende ohne wirkliche Versöhnung.

«Eine sehr grosse Freude»

Doch soweit kommt es nun nicht. Denn die einstigen Differenzen sind für beide Seiten nun offenbar Schnee von vorgestern. Wawrinka hat zugesichert, in der Woche vom 17. bis 23. Mai sein Comeback zu geben. Turnierinhaber Rainer Schüttler sagt dazu gegenüber Blick: «Es ist eine sehr grosse Freude, dass er in diesem Jahr wieder bei uns antritt. Wir sind der Meinung, dass ein solcher Weltklassespieler es verdient, sich in seiner Heimat verabschieden zu können.» Gemeinsam mit dem in Genf stark verankerten Mitinhaber Nicolas Gonet hatte er beschlossen, es in Wawrinkas Abschlussjahr erneut mit einer Einladung zu versuchen. Mit Erfolg.

Zu einer allfälligen Gage äussern sich die Organisatoren nicht. Doch was Wawrinkas einstige Kritik am Event anbelangt, legt Schüttler Wert darauf, zu betonen: «Wir schätzen seine Leistungen, ihn als Spieler sowie ihn als Person enorm. Wir haben ihm schon in den letzten Jahren jeweils die Möglichkeit geboten, zu uns zu kommen. Jetzt sind wir einfach nur glücklich, dass er zugesagt hat.»

Wirds gar eine Abschiedsfeier am Genfersee geben? Schüttler macht noch keine grosse Ankündigung, aber er meint schmunzelnd: «Seine Karriere und Erfolge sind etwas Besonderes. Das muss man gebührend feiern, keine Frage.»

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