Darum gehts
- Alejandro Davidovich Fokina verliert überraschend in Runde zwei der French Open
- Sein Trainer verliess ihn zwei Tage vor dem Spiel kommentarlos
- Weltnummer 23 berichtet von Puertas plötzlichem Flug nach Miami
Für Alejandro Davidovich Fokina (26) sind die French Open schon überraschend früh vorbei. Die Weltnummer 23 verliert sein Spiel in der zweiten Runde gegen Thiago Tirante in vier Sätzen. Noch bitterer als sein Ausscheiden ist jedoch die Geschichte, die der Spanier im Anschluss auf der Pressekonferenz offenbart.
Denn wie er berichtet, wurde er nur zwei Tage vor seinem Match gegen Tirante von seinem Trainer Mariano Puerta (47) verlassen. Nach dem gewonnenen Auftaktspiel gegen Damir Dzumhur habe er mit seinem Coach noch normal zu Mittag gegessen und sei im Anschluss etwas runtergekommen. Anschliessend habe Puerta gemeint, dass er sich schlecht fühle, weshalb er ins Hotel gegangen sei.
«Zwei oder drei Stunden später schrieb er mir aber eine lange Nachricht, in der er erklärte, dass er nicht mehr weitermachen werde», so Fokina weiter. «Die Sache ist, dass er niemandem im Team Bescheid gegeben hat. Er nahm einfach einen Flug nach Miami – ohne ein Wort zu uns zu sagen.»
«War mein Fehler, ihm zu vertrauen»
Hinterherlaufen werde der Spanier seinem Ex-Trainer aber nicht. «Als Mensch hat er versagt. Ich habe ihn bis jetzt für eine gute Person gehalten. Aber ich habe herausgefunden, dass er so etwas schon bei ein paar anderen Spielern abgezogen hat. Jetzt denke ich mir, dass es mein Fehler war, ihm zu vertrauen. Ich wünsche ihm nichts Böses, aber ich hoffe, dass zukünftige Spieler vorsichtig sind, wenn sie mit Puerta arbeiten.»
Bereits zuvor gab es Gerüchte über eine Trennung der beiden – allerdings aufgrund eines heftigen Zoffs im Training. Diese Gerüchte dementiert Fokina: «Es gab keinen Streit mit Puerta. Wir hatten eine sehr gute Beziehung. Jetzt hat er sowohl mich als auch meine Frau geblockt.» Überrascht ist der letztjährige Finalist bei den Swiss Indoors dennoch nicht: «Ich habe in meiner Karriere viele Dinge erlebt. Das ist nur eine weitere Sache.»