«War einfach leblos im Bett»
Schwere Depressionen kosteten Paris-Sensation fast die Karriere

Maja Chwalinska greift bei den French Open nach ihrem ersten Grand-Slam-Titel. Vor sechs Jahren lag die Überraschungs-Frau noch «leblos im Bett».
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Maja Chwalinska kann ihren Final-Einzug in Paris kaum glauben.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Maja Chwalinska steht bei den French Open im Final
  • Noch nie kam in Paris eine Qualifikantin so weit
  • 2020 litt die Polin an Depressionen machte eine Tennis-Pause
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Dominik ManiRedaktor Sport-Desk

Mit einem Zwei-Satz-Sieg gegen Diana Shnaider (WTA 23) hat Maja Chwalinska (WTA 114) nicht nur den Einzug in den Final der French Open geschafft, sondern auch das nächste Kapitel in ihrem persönlichen Tennis-Märchen geschrieben. Der Traumlauf in Paris wird nicht nur ihr in Erinnerung bleiben, sie hat sich damit auch einen Platz in der Tennis-Geschichte gesichert. Noch nie seit Beginn des Profitennis 1968 kam eine Qualifikantin in Paris so weit.

Bei ihrem Paris-Debüt gelingen Chwalinska sechs Hauptfeld-Siege in Serie und das auf einer Unterlage, die der 24-Jährigen eigentlich überhaupt nicht liegt. Vor Paris konnte sie in ihrer Karriere bisher erst zweimal auf Sand gewinnen. Auch neben dem Court hat die Polin nicht nur einfache Zeiten hinter sich. 2021 machte sie publik, dass sie die 18 Monate zuvor an Depressionen litt und sich darum zwischenzeitlich vom Tennis-Sport zurückzog.

Chwalinska litt an schweren Depressionen

Nach ihrem Sieg im Viertelfinal gab Chwalinska Einblicke in ihr Seelenleben von damals. «Am Anfang habe ich mich richtig ins Zeug gelegt. Ich dachte, ich muss einfach nur stark und zäh bleiben und einfach weiter trainieren», erzählte sie. 

«Aber dann konnte ich einfach nicht mehr aus dem Bett aufstehen. Ich war einfach leblos, um ehrlich zu sein», schildert die 24-Jährige. Darum habe sie eine Pause eingelegt, so Chwalinska. «Sonst hätte ich nicht mehr leben können», erklärt sie den Entscheid von damals.

Mega-Preisgeld bereits auf sicher

Ob sie je wieder auf die Tour zurückkommen würde, wusste sie nicht. «Ich musste mir erst mal ein paar Dinge im Kopf klarmachen.» Als dies geschehen sei, habe sie entschieden zurückzukehren, erzählt sie weiter. Abschliessend sagt sie: «Ich bin froh, dass ich das getan habe.» Lässt sich nach einem solchen Run beim Grand Slam natürlich leicht sagen. 

Nicht nur sportlich, sondern auch finanziell hat sich ihre märchenhafte Auferstehung in Paris gelohnt. Dank dem Finaleinzug hat sie ein Preisgeld von 1,274 Millionen Franken erspielt.

Sollte sie ihrer Geschichte noch die Krone aufsetzen und den Titel holen, würden weitere 1,6 Millionen dazukommen. Einzig Mirra Andrejewa (WTA 8) steht ihr noch im Weg. Am Samstag kommt es zum Showdown – für beide wäre es der erste Grand-Slam-Titel der Karriere.

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