«Ich will diesen Kerl nicht mehr sehen!»
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Riedi lässt «Fan» rauswerfen:«Ich will diesen Kerl nicht mehr sehen!»

Wirbel an US Open
Schweizer Tennis-Sensation Riedi fordert Fan-Rauswurf

Der Schweizer Tennisspieler Leandro Riedi sorgt bei den US Open für Aufsehen. Nach einem spektakulären Comeback-Sieg gegen Francisco Cerundolo enthüllt er einen Zwischenfall mit einem Fan, der für Unruhe sorgte.
Publiziert: 16:48 Uhr
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Aktualisiert: vor 38 Minuten
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Leandro Riedi gewinnt die zweite Runde der US Open sensationell nach 0:2-Rückstand.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Schweizer Leandro Riedi siegt sensationell bei US-Open gegen Francisco Cerundolo
  • Riedi lässt Fan rauswerfen, da er dahinter einen Wetter vermutet
  • Riedi hält Brandrede gegen Wett-Platzierer
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Gian Andrea AchermannPraktikant Sport-Desk

Mit seinem sensationellen Sieg an den US Open gegen den als 19. gesetzten Argentinier Francisco Cerundolo (27, ATP 19) schreibt der Schweizer Leandro Riedi (23, ATP 435) Geschichte. Er holt einen 0:2-Satzrückstand auf und zieht in die 3. Runde ein – bei seiner ersten Hauptfeld-Teilnahme.

Lautstarke Unterstützung erhält er dabei von einem Fan auf der Tribüne. Doch eben dieser Fan scheint ihm ein Dorn im Auge zu sein. Während des vierten Satzes hört man Riedi während eines Seitenwechsels schreien: «Halt die Klappe!» Und weiter sagt er, nun an den Schiedsrichter gerichtet: «Er wettet nur, und wenn ich verliere, schickt er mir eine SMS. Das ist einer von diesen Typen, schick ihn weg. Ich will diesen Typen nicht sehen. Wenn ich verliere, schickt er mir eine SMS mit dem Inhalt: ‹Ich hoffe, deine Mutter stirbt.›»

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Riedi ist überzeugt: «Das ist ein Wetter»

Dies sind allerdings nur Vermutungen, die Riedi aufstellt. Ob es sich wirklich um eine Person handelte, die eine Wette abgeschlossen hatte, ist nicht klar. In der Pressekonferenz nach dem Spiel berichtet er, dass er nach diversen Zwischenrufen des Zuschauers wie «Weitermachen, nicht aufgeben!» den Rausschmiss des Fans forderte. Schon in der ersten Runde sei ihm der Zuschauer aufgefallen: «Er hat meinen Namen vom ersten Punkt an geschrien.»

Der Zuschauer sei dann auch entfernt worden, «zumindest habe ich ihn nicht mehr gehört», so Riedi. Erneut bekräftigt er sein Gefühl, dass die Person Geld auf ihn gesetzt habe: «Ich habe mir sofort gedacht: ‹Das ist ein Zocker›. Und wenn ich das Spiel verliere, wird er mir eine Nachricht auf Social Media schicken und mir sagen, wie schlecht ich sei oder dass er mir den Tod meiner Mutter wünsche.»

«Er hat keine Ahnung von Tennis»

Das Thema lässt den Schweizer nicht mehr los. «Es gibt immer mehr von diesen Leuten. Sie sind einfach zu erkennen: Sie schauen immer auf ihre Handys. Sie sehen oft gleich aus, mit einer Kappe und Sonnenbrille.»

Ein weiteres Indiz, das er bei besagtem Fan ausgemacht hat und ihn zu seiner Vermutung verleitet: «In der ersten Runde hat er bei einem Doppelfehler meines Gegners mit viel zu viel Enthusiasmus gejubelt. Daher wusste ich, dass er keine Ahnung von Tennis hat.» Dass er offiziell noch ausserhalb der Top 400 platziert ist, sei für Wetter lukrativ, da es höhere Quoten und dadurch mehr Geld zu gewinnen gibt.

Dank seines Traumlaufes in New York macht Riedi einen riesigen Sprung nach vorne und steht mindestens unter den besten 250 Spielern der Welt. Und die Rolle als klarer Aussenseiter hat er nun auch nicht mehr zwingend.


 

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