Darum gehts
- Ostapenko verliert Nerven nach Netzroller, Tennisstars verteidigen Townsend
- Sabalenka vermutet persönliche Probleme bei Ostapenko ausserhalb des Tennis
- Drei hochrangige Tennisspielerinnen äussern sich zur Kontroverse
Harte Kritik an Tennisstar Jelena Ostapenko (28): Nachdem die Lettin nach ihrer Zweitrunden-Niederlage an den US Open auf Gegnerin Taylor Townsend (29) losging, weil diese sich für einen Netzroller nicht entschuldigt hatte, melden sich nun ihre Tenniskolleginnen zu Wort.
Die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka (27), Naomi Osaka (27, WTA 24), Sloane Stephens (32, WTA 354) und Coco Gauff (21, WTA 3) haben gar kein Verständnis für Ostapenkos Verhalten.
«Sie ist ein nettes Mädchen»
«Ich habe nach dem Spiel mit Jelena gesprochen und weiss noch immer nicht, was passiert ist», sagt Sabalenka. «Sie ist ein nettes Mädchen, aber sie verliert zu oft ihre Beherrschung. Ich habe versucht, ihr zu helfen, sich zu beruhigen und reif mit der Situation umzugehen, indem ich mich ihr als jemanden gezeigt habe, mit dem sie reden konnte, aber sie hatte völlig die Kontrolle über ihre Emotionen verloren», so die Belarussin. «Ich glaube, sie hat Probleme in ihrem Leben, sie kämpft mit Schwierigkeiten ausserhalb des Tennis, die sie zu einer labilen Person machen», fügte sie als Verteidigung für die Lettin an.
Stars nehmen Townsend in Schutz
Gleich mehrere Tennisstars nehmen nach dem Vorfall die 29-jährige Amerikanerin in Schutz. «Sie ist einer der nettesten Menschen, die ich je getroffen habe», sagt Gauff. Und Osaka ergänzt: «Ich glaube, sie hat es der Person gesagt, die es am wenigsten verdient hat.»
Die interessanteste Aussage kam von US-Spielerin Sloane Stephens, die eine gute Freundin von Townsend ist. Sie verwendete Ostapenkos eigenen Worte gegen die Lettin und unterstellte ihr mangelnde Bildung und Klasse. Also das, was diese Townsend unterstellt hatte und was von Beobachtern als rassistisch verstanden wurde.
Ostapenko streut Salz in die Wunde
Gegen die Rassismus-Vorwürfe setzte sich Ostapenko auf Instagram zur Wehr. Sie sei in ihrem Leben noch nie rassistisch gewesen, schreibt sie – und gibt die Schuld dem Vorteil, den die Amerikanerin durch ihr Heimpublikum hatte.
«Ich komme aus einem kleinen Land und habe nie die Chance, das Publikum auf meiner Seite zu haben, aber ich habe noch nie jemanden gesehen, der das auf so offensichtlich respektlose Weise ausnutzt.» Den Beitrag löschte sie laut «Eurosport» später wieder.