Drama um Musetti – Djokovic profitiert
«Ich weiss nicht, was ich sagen soll, ich war auf dem Weg nach Hause, er war der bessere Spieler», sagt Novak Djokovic nach seinem Halbfinal-Einzug in Melbourne ungläubig. Kurz zuvor muss der Italiener Lorenzo Musetti die Partie aufgeben, zieht sich zu Beginn des 3. Satzes eine Verletzung an der Leiste zu. Die ersten beiden Sätze hat der Italiener noch dominiert und mit 6:4 und 6:3 gewonnen.
Damit ist Djokovic nach Carlos Alcaraz und Alexander Zverev der dritte Halbfinalist in Melbourne. Sein Gegner wird im Duell zwischen Jannik Sinner und Ben Shelton ausgemacht. Djokovic, im aktuellen Ranking die Nummer 4, hat schon im Achtelfinal von einer Verletzung seines Gegners profitiert. Der Tscheche Jakub Mensik konnte wegen Problemen mit der Bauchmuskulatur erst gar nicht antreten.
Rybakina schlägt Swiatek
Die Weltranglisten-Fünfte Jelena Rybakina setzt sich im Viertelfinal gegen Iga Swiatek, die Nummer 2 der Weltrangliste, mit 7:5, 6:1 durch. Nach dem sechsten Sieg im zwölften Vergleich mit der Polin hat die Wimbledon-Siegerin von 2022 nun die Möglichkeit, zum zweiten Mal den Final des ersten Major-Turniers des Jahres zu erreichen. Vor drei Jahren unterlag sie im Kampf um den Turniersieg der Tschechin Petra Kvitova.
Iga Swiatek scheitert damit erneut früh bei ihrem Unterfangen, die Australian Open erstmals zu gewinnen und den persönlichen Karriere-Grand-Slam zu komplettieren. Viermal triumphierte sie bereits am French Open sowie je einmal in Wimbledon und am US Open.
Pegula komplettiert Halbfinal
Jessica Pegula, die Nummer 6 der Weltrangliste, bezwingt Amanda Anisimova (WTA 4) mit 6:2, 7:6 (7:1) und entscheidet damit auch das dritte Duell gegen eine Landsfrau in diesem Turnier für sich. In den Achtelfinals setzte sie sich gegen Vorjahressiegerin Madison Keys durch, in der 2. Runde gegen McCartney Kessler. Pegula erreicht in Melbourne erstmals den Halbfinal; über den Viertelfinal war die US-Open-Finalistin von 2024 bislang nicht hinausgekommen.
Im Halbfinal trifft Jessica Pegula auf Jelena Rybakina. Die zweite Finalistin ermitteln die Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka aus Belarus und die Ukrainerin Elina Switolina (WTA 12).