Darum gehts
- Australien erlebt extreme Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 49 Grad
- In Victoria wurden 1100 Haushalte wegen unkontrollierter Brände evakuiert
- Rekordwert von 46,6 Grad aus 2009 könnte in Melbourne fast erreicht werden
Besonders schlimm betroffen sind die Bundesstaaten Südaustralien, Victoria, New South Wales und Queensland. In vielen australischen Medienberichten ist von einem der heissesten Wetterphänomene seit Jahren die Rede. Gewarnt wird vor möglichen Gefahren für Bevölkerung und Einsatzkräfte. Schon in den vergangenen Tagen gab es Werte von teilweise mehr als 40 Grad.
«Bleiben Sie kühl, trinken Sie ausreichend, bleiben Sie drinnen, meiden Sie die Sonne», zitierte der australische «Guardian» den Meteorologen Dean Narramore vom australischen Wetteramt BoM. Für mehrere Orte in Victoria wurden für Dienstag Werte von rund 49 Grad erwartet. Auch in der Metropole Melbourne - wo gerade das Tennisturnier Australian Open ausgetragen wird - sollen die Temperaturen auf etwa 45 Grad steigen. Damit würden sie fast an den bisherigen Rekordwert von 46,6 Grad heranreichen, der im Februar 2009 verzeichnet wurde.
Weitere Rekordwerte erwartet
In Teilen des Bundesstaates Südaustralien dürften die Temperaturen wahrscheinlich auf mehr als 49 Grad klettern. Selbst für die Grossstadt Adelaide werden 46 Grad prognostiziert - und sogar die Nachtwerte sollen in den kommenden Tagen vielerorts noch bei weit über 30 Grad liegen. Im weiteren Verlauf der Woche könnten in verschiedenen Landesteilen weitere Rekordwerte erzielt werden. Eine so lange andauernde Hitzewelle sei selbst für australische Verhältnisse ungewöhnlich, sagte Narramore.
Gleichzeitig verschärften sich in Victoria mehrere Buschbrände. In den Otway Ranges südwestlich von Melbourne breiteten sich unkontrollierte Feuer nahe Ortschaften wie Carlisle River und Gellibrand aus. Anwohner aus mehr als 1.100 Haushalten wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Die Flammen könnten sich wegen der hohen Temperaturen, der trockenen Vegetation und warmer Windböen schnell ausbreiten, warnte die Feuerwehr.