Darum gehts
- Beim Masters in Cincinnati scheitern Sabalenka, Zverev und Auger-Aliassime früh
- Zverev verliert nach Matchball gegen Paul, Sabalenka unterliegt Aussenseiterin Bejlek
- Sabalenka ohne Turniersieg seit März
Das grosse Favoritensterben beim Masters in Cincinnati fordert weitere prominente Opfer – und was für welche: Es sind die ganz grossen Namen. Bei den Frauen muss ausgerechnet die Weltnummer eins Aryna Sabalenka (28) die Segel streichen, während bei den Männern mit Alexander Zverev (29, ATP 3) und Felix Auger-Aliassime (26, ATP 4) zwei absolute Turnierfavoriten die Koffer packen müssen.
Zverev lässt Matchball liegen
Besonders bitter verläuft die Partie für Zverev gegen Lokalmatador Tommy Paul (29, ATP 24). Nach einem gewonnenen Auftaktsatz (6:4) bringt eine 75-minütige Regenpause im zweiten Durchgang die Wende. Im anschliessenden Tiebreak vergibt der French-Open-Sieger sogar einen Matchball und verliert schliesslich mit 6:7 (6:8). Auch im Entscheidungssatz hilft ihm ein frühes Break nicht: Nach einer erneuten Regenunterbrechung muss sich der Deutsche nach insgesamt 2 Stunden und 47 Minuten im dritten Satz mit 4:6 geschlagen geben.
Ebenfalls an einem US-Amerikaner scheitert Auger-Aliassime. Er unterliegt Frances Tiafoe (28, ATP 23) glatt in zwei Sätzen mit 3:6 und 4:6. Damit setzt sich der Trend im Herrentableau fort, nachdem zuvor bereits Tennis-Legende Novak Djokovic (39, ATP 5) und der frischgebackene Montreal-Champion Ben Shelton (23, ATP 6) jeweils direkt in ihrer Auftaktpartie gescheitert waren.
Sabalenkas Formkrise hält an
Der Favoritensturz macht nun auch vor dem Damen-Tableau nicht halt: Mit Sabalenka erwischt es die topgesetzte Spielerin überraschend früh. Die Weissrussin unterliegt der tschechischen Aussenseiterin Sara Bejlek (20, WTA 35) überraschend mit 6:7 und 4:6.
Damit hält die Durststrecke der Branchenbesten an: Seit ihrem Triumph bei den Miami Open Ende März hat Sabalenka kein Turnier mehr gewinnen können. Nach den Enttäuschungen bei den beiden dazwischenliegenden Grand Slams bei den French Open (Viertelfinal) und in Wimbledon (Achtelfinal) bedeutet das erneute Aus im Achtelfinal des WTA-1000-Turniers in Cincinnati einen empfindlichen Dämpfer mit Blick auf die bevorstehenden US Open (30. August–13. September).