Darum gehts
- Wendy Holdener wird beim Weltcup-Final in Lillehammer Slalom-Zweite hinter Mikaela Shiffrin
- Christian Brill, langjähriger Vertrauter, wird neuer Trainer von Holdener
- Camille Rast startet mit Claude-Alain Art als neuem Coach in die nächste Saison
Wendy Holdener (32) zeigt beim Weltcup-Final in Lillehammer im Slalom eine starke Leistung. Zwar führt kein Weg an Dominatorin Mikael Shiffrin (31) vorbei, doch die Schwyzerin sichert sich den zweiten Platz vor der Deutschen Emma Aicher (22) – die damit die Entscheidung im Kampf um die grosse Kristallkugel auf den Slalom am Mittwoch vertagt.
Eine andere Entscheidung ist derweil bereits gefallen – und zwar, wer nächste Saison Holdener trainiert. Blick berichtete bereits vor über einer Woche, dass Christian «Chrigel» Brill (49) der Favorit für den Job ist. Nach dem Slalom bestätigt Frauen-Cheftrainer Beat Tschuor gegenüber dem SRF, dass Brill der neue Trainer ist. Er beerbt Jörg Roten, der einen Job als Rennchef beim Skihersteller Stöckli übernimmt.
Holdener und Brill kennen sich schon seit Jahren, so war der Berner Oberländer einst Konditionstrainer und immer wieder technischer Betreuer. «Ein wirklich sehr guter Mann und enger Vertrauter von Wendy», beschreibt Tschuor Brill.
Auch Rast erhält neuen Trainer
Doch nicht nur Holdener startet in die nächste Saison mit einem neuen Trainer. Claude-Alain Art trainiert neu Camille Rast (26). Ihr vorheriger Trainer Denis Wicki geht in den Ruhestand. «Es war ein Wunsch von Camille und wir kennen ihn auch schon lange», so Tschuor. Art war bereits in der Vergangenheit bei Swiss-Ski engagiert.
Es sei nicht immer einfach, die richtigen Leute zu finden, da in den technischen Disziplinen die individuelle Vorbereitung wichtig sei. Ebenfalls müssen die neuen Trainer trotz ihres Fokus auf Holdener und Rast auch in der Gruppe funktionieren. Dieser Punkt ist bei Brill und Art gegeben. «Beide Athletinnen sind sehr happy. Es sind ihre Wunschkandidaten gewesen», erklärt Tschuor zum Schluss.