Darum gehts
- Corinne Suter zeigt ein starkes Wochenende in Andorra
- Erstmals seit über drei Jahren fährt sie dreimal hintereinander in die Top 4
- Am Sonntag verpasst sie das Podest knapp, sie nimmt trotzdem viel Gutes mit
«Es war mega cool und ich bin sehr zufrieden», fasst Corinne Suter (31) ihr Rennwochenende in Andorra gegenüber SRF zusammen. Kein Wunder, mit dem Sieg in der Abfahrt und den Plätzen 3 und 4 im Super-G zeigt sie Leistungen wie zu ihren besten Tagen. Den Podest-Hattrick verpasst sie am Sonntag nur um 29 Hundertstel. Suter muss einzig Siegerin Sofia Goggia (33), Emma Aicher (22) und Kajsa Vickhoff Lie (27) den Vortritt lassen.
Die Resultate tun der Schwyzerin gut. Nach schwierigen Jahren mit einer Gehirnerschütterung (Januar 2023), einem Kreuzbandriss (Februar 2024) und einem heftigen Trainingssturz Anfang letzten Dezember, bei dem sie sich das Knie prellt, sowie einen Muskelfaserriss und eine Fraktur im Rückfussbereich zuzieht, findet sie zu ihrer früheren Form zurück.
«Ich fahre nach der Verletzung nicht anders Ski», betont Suter. «Aber das Vertrauen ist zurück und ich habe keine Schmerzen mehr im Körper.» Was das bewirken kann, zeigt sie in Soldeu. Ihre tiefe Hocke ist zurück, sie sucht die mutige Linie und wird belohnt. Nicht nur mit ihrem ersten Abfahrtssieg seit über vier Jahren. Denn in drei Rennen hintereinander in die Top 4 zu fahren, das ist Suter schon lange nicht mehr gelungen.
«Es hat so Spass gemacht»
Ihr letztes derart starkes Renn-Wochenende zeigte sie im Dezember 2022. Damals fuhr Suter in Lake Louise (Ka) in den beiden Abfahrten auf die Ränge zwei und drei und siegte im Super-G. Im darauffolgenden Rennen liess sie in St. Moritz GR als Abfahrts-Dritte noch einen weiteren Podestplatz folgen.
Etwas über drei Jahre später fehlt nicht viel und Suter fährt zum vierten Mal in ihrer Karriere an einem Weltcup-Wochenende dreimal aufs Treppchen. Auch wenn Suter sagt, dass ein Podestplatz immer schön ist, trauert sie ihm nicht nach. «Es hat so Spass gemacht zu fahren», meint sie. «Das nehme ich für die nächste Woche mit.»
Premiere für Grob
In allen drei Soldeu-Rennen ist Suter die einzige Schweizerin, die in die Top 10 fährt. Zweitbeste ist jeweils Malorie Blanc. Am Sonntag wird sie 15. Daneben fährt nur noch Stefanie Grob unter die besten 30. Auch sie verlässt Soldeu mit einem Strahlen. Denn in den beiden Super-Gs holt sie als 26. (Samstag) und 23. (Sonntag) die ersten Weltcuppunkte ihrer Karriere. Für alle anderen Teamkolleginnen bleiben diese ausser Reichweite.
Auch für Jasmina Suter (30) und Joana Hählen (34), die dringend Punkte brauchen, wollen sie den Weltcupfinal nicht verpassen. Eine Chance bleibt ihnen, um sich noch in die Top 25 zu schieben. Suter fehlen acht Punkte, Hählens Rückstand beträgt deren 15.