Von Allmen begeistert mit Rückwärtssalto
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Geht so Wengen-Vorbereitung?Von Allmen begeistert mit Rückwärtssalto

Schanzen statt Stangen
Franjo von Allmen erklärt seine unkonventionelle Wengen-Vorbereitung

Franjo von Allmen sorgte mit Rückwärtssaltos als Wengen-Vorbereitung für Gesprächsstoff. Nun erklärt er, warum er so Energie für die Heim-Rennen in Wengen und Olympia tankt.
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Franjo von Allmen (l.) als elfjähriger Bub. Damals hatte er noch viel Zeit für «Seich» im Schnee.
Foto: zVg

Darum gehts

  • Franjo von Allmen bereitete sich unkonventionell auf Wengen-Rennen vor
  • Er baute eine Schanze, machte Rückwärtssaltos – und tankte dabei wichtige Energie
  • Von Allmens aufgeladene Batterien müssen jetzt lange halten
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Benjamin GwerderRedaktor Sport

Von Tausenden Skitagen im Leben eines Skifahrers gibt es – trotz der Schönheit dieses Sports – nur wenige, die unvergesslich bleiben. Im Falle eines Olympiasiegers oder Weltmeisters sind es zum einen die grossen Erfolge, die nie mehr aus dem Kopf gehen. Zum anderen sind es aber auch die Tage, bei denen man mit seinen Freunden die Pisten runterbrettert, bis zum ultimativen Ende um Viertel nach vier, wenn die Lifte abschalten. 

Jeder unverfahrene Quadratmeter Pulverschnee wird ausgenutzt und alle noch so kleinen Hügelchen werden zu Schanzen. Es sind die Tage, die jeden kleinen Skifahrer lehren, warum man diesen Sport so gerne ausübt.

Von Allmens unkonventionelle Wengen-Vorbereitung

Einer, der solche Tage nach Möglichkeit auch während seiner Karriere noch mit kindlicher Freude zelebriert, ist Franjo von Allmen. Als Vorbereitung für die Heim-Speedrennen in Wengen hat man den 24-Jährigen auf Instagram gesehen, wie er sich mit frisch gefallenem Schnee eine Schanze baut und darüber Rückwärtssaltos macht.

Wieder zurück im Rennsportalltag erklärt der gelernte Zimmermann aus Boltigen BE die verrückte Aktion so: «Ich glaube, solche Sachen sind der Grund, warum man früher tagtäglich auf den Ski gestanden ist. Heute hat das zwar leider nicht mehr so viel Platz, aber ich finde es trotzdem wichtig, dass man nicht vergisst, warum man ursprünglich so viel Freude am Skifahren hatte.»

Er spricht dabei jedem Skifahrer aus dem Herzen und fügt an: «Dadurch sind meine Batterien und mein Kopf jetzt wieder aufgeladen und bereit für die zwei kommenden Monate.»

Auch Marco Odermatt (ganz rechts) erlebte solche unvergesslichen Tage mit seinen Freunden.
Foto: Zvg

Ab jetzt geht es für von Allmen Schlag auf Schlag

Das ist durchaus nötig, denn die kommenden Wochen werden für unsere Speed-Cracks hart und Zeit für Tage, wie sie Franjo kürzlich erlebte, bleibt praktisch keine.

Nach den legendären Rennen am Lauberhorn folgt bereits die Kitzbühel-Woche und kurz darauf die Abfahrt in Crans-Montana, bevor mit den olympischen Alpin-Rennen in Bormio der Saisonhöhepunkt ansteht.

Ob die Batterien von Franjo von Allmen bis zum 7. Februar halten, wenn die wichtigste Abfahrt des Jahres stattfindet, kann die Ski-Schweiz nur hoffen, aber schon jetzt ist klar: Wenn sie das tun, ist von Allmen auf einen unvergesslichen Tag an Olympia genauso heiss, wie jetzt auf einen Sieg in Wengen.

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