Nach Rekord im letzten Rennen
Das steckt hinter dem Rücktritt von Abfahrts-Crack Baumann

Am Sonntag hat Speed-Spezialist Romed Baumann seinen Rücktritt vom Spitzensport publik gemacht – ein eher kurzfristiger Entscheid, wie er nun erzählt. Dem Skirennsport dürfte er aber erhalten bleiben.
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Speed-Spezialist Romed Baumann gibt am Sonntag seinen Rücktritt bekannt.
Foto: AP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Romed Baumann beendet mit 40 Jahren seine Ski-Weltcup-Karriere
  • Mit 167 Abfahrten stellte er einen Weltcup-Rekord auf
  • Baumann plant Trainerkarriere und möchte junge Athleten fördern
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Gian-Andri BaumgartnerRedaktor Sport

Der Rücktritt von Romed Baumann aus dem alpinen Ski-Weltcup hat sich angebahnt: In die Weltcup-Punkte ist er zum letzten Mal Mitte Dezember gefahren, für die Olympia-Rennen in Bormio ist der 40-Jährige vom deutschen Skiverband nicht aufgeboten worden.

«Die Nichtnominierung für Olympia hat hineingespielt. Dann war irgendwo das Ziel weg. Du schaust daheim Olympia und fragst dich: So wie die attackieren, bringst du das nochmal? Und ich glaube, das schaffe ich nicht mehr», erklärt er seine Beweggründe im Interview mit Eurosport am Sonntag nach der wetterbedingten Absage des Super-Gs von Garmisch. Es wäre das letzte Rennen seiner Karriere gewesen.

Entscheid fiel erst am Samstag

Das ist ihm nach eigenen Angaben vor dem Speed-Wochenende vor heimischem Publikum offenbar selbst noch nicht ganz klar gewesen: «Ich habe es gestern am Nachmittag entschieden» – also rund um die Abfahrt vom Samstag, als er ohne grosses Risiko die Kandahar heruntergekurvt ist und so über 15 Sekunden auf Sieger Marco Odermatt verloren hat. Er habe es noch einmal probiert, sich für den Heim-Weltcup zu motivieren und den dafür notwendigen Fokus zu schaffen. «Das ist mir nicht gelungen», resümiert er nach seinem letzten Auftritt auf höchster Stufe.

Dass der endgültige Entscheid trotz der längeren Bedenkzeit schliesslich eher kurzfristig gefallen ist, hat nach Baumanns Aussagen auch mit einer Portion Aberglaube zu tun: «Ich wollte nicht vorher sagen, dass das jetzt die letzte Abfahrt ist. Und das hat mich gut vor Verletzungen verschont.»

«Irgendwann tauche ich sicher wieder auf»

Damit sei er immer gut gefahren, schliesslich habe er den risikoreichen Sport sehr lange ohne grosse Verletzungen ausüben können. Der Lohn: Mit dem Start am Samstag stellt er in seinem letzten Rennen noch einen neuen Rekord auf – 167 Weltcup-Abfahrten hat vor ihm noch kein Athlet bestritten. Darauf hingearbeitet habe er nicht, aber: «Es ist schon cool, dass sich das noch ausgegangen ist.»

Seinen grossen Erfahrungsschatz würde er nun gern weitergeben: «Ich habe vergangenes Jahr mit der Trainerausbildung begonnen. Das Ziel möchte ich verfolgen. Am meisten würde mich die Arbeit mit den jungen Athleten interessieren.» Dem Skibusiness dürfte er somit erhalten bleiben: «Irgendwann tauche ich sicher wieder auf.»

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