Wetter-Sorgen in Crans-Montana
Die Wetteraussichten für die Abfahrt der Frauen in Crans-Montana am Freitag sind schlecht. Beim Start um 10 Uhr erwarten die lokalen Meteorologen Nebel und schlechte Sicht. «Es sieht nicht gut aus», sagt FIS-Renndirektor Peter Gerdol. «Aber wir versuchen alles. Sicher ist, dass eine Verschiebung wenig bringt – denn danach kommt eine Front mit Schneefall.»
Was das für das erste Abfahrtstraining der Männer (geplant um 12:00 Uhr) heisst? Gut möglich, dass Franjo von Allmen und Co. nicht zum Zug kommen werden. Immerhin: Für Samstag (Super-G der Frauen und Abfahrtstraining der Männer) und Sonntag (Abfahrt der Männer) sind die Wetteraussichten besser.
Sicher ist: Sollte die Frauen-Abfahrt am Freitag abgesagt werden, wird sie nicht auf Sonntag verschoben, sondern – wenn überhaupt – nach den Olympischen Spielen nachgeholt.
Crans-Boss Défago trotz Neuschnee optimistisch
15 bis 20 cm Neuschnee – die Organisatoren der Weltcuprennen von Crans-Montana haben alle Hände voll zu tun. Insbesondere, weil in diesem Jahr die Männer und Frauen im Wallis fahren und die Helfer auf zwei Pisten aufgeteilt werden. «Die Entscheidung, an beiden Pisten zu arbeiten, ist richtig. Spielt das Wetter mit, gibts morgen super Bilder», sagt Abfahrts-Olympiasieger und OK-Chef Didier Défago (48) zu Blick. Dass auf Instagram Helfer gesucht werden, sei im Hinblick auf die WM im nächsten Jahr geschehen, sagt Défago: «Für dieses Jahr haben wir genügend Leute. Aber die meisten können nur eine Woche helfen. Und an der WM müssen wir zwei Wochen abdecken.»
Training in Crans-Montana abgesagt
Das für Donnerstag geplante zweite Abfahrts-Training der Frauen in Crans-Montana ist abgesagt. Die Organisatoren wollen stattdessen die Piste fürs erste Rennen am Freitag vorbereiten. Im WM-Ort von 2027 stehen für die Frauen eine Abfahrt (Freitag) sowie ein Super-G (Samstag) auf dem Programm. Die Männer fahren am Sonntag eine Abfahrt, für die am Freitag erstmals trainiert werden soll.
Elf Fahrer dürfen für Swiss-Ski nach Crans-Montana
Für die Schweizer Männer steht am Sonntag in Crans-Montana die zweite Heim-Abfahrt an. Swiss-Ski hat dafür ein Aufgebot von elf Athleten gemeldet – zwei Startplätze sind allerdings noch offen. Ein Kandidat dafür ist Arnaud Boisset, der zuletzt im Europacup-Super-G mit Rang drei aufhorchen liess. Klar ist hingegen: Die Schweizer setzten alles daran, den Dreifachsieg aus dem Vorjahr zu wiederholen.
Fix im Aufgebot sind aktuell: Livio Hiltbrand, Niels Hintermann, Alessio Miggiano, Alexis Monney, Justin Murisier, Marco Odermatt, Lars Rösti, Stefan Rogentin und Franjo von Allmen.
Für Hintermann, Monney, Odermatt, Rogentin und von Allmen ist die Abfahrt im Wallis die Olympia-Hauptprobe. Sie werden nach dieser Abfahrt nach Bormio reisen.
Brignone als Fahnenträgerin bei Olympia dabei
Es ist offiziell: Federica Brignone (35) ist bei den kommenden Olympischen Spielen dabei, wie der italienische Verband bekannt gibt. Erst vor einer Woche hat die Italienerin nach ihrer schweren Verletzung beim Riesenslalom am Kronplatz ihr Comeback gegeben – und wurde auf Anhieb wieder Sechste.
Was die Comeback-Geschichte noch süsser macht: Brignone ist als eine der Fahnenträgerinnen bei der Eröffnungsfeier am 6. Februar vorgesehen. An ihren Heimspielen wird die gebürtige Mailänderin nicht nur im Riesen am Start stehen, sondern auch in der Abfahrt und im Super-G Edelmetall jagen. Die Hauptprobe gibts für Brignone am kommenden Wochenende in Crans-Montana – es werden nach ihrem Totalschaden im Knie die ersten Speedrennen für sie auf Weltcup-Stufe sein.
Hächler triumphiert bei Schweizer Dreifachsieg im Europacup
Nach zwei 2. Plätzen in Pass Thurn in Österreich feiert Lenz Hächler beim Heimrennen in Verbier seinen ersten Saisonsieg im Europacup. Der 22-Jährige gewinnt den Super-G vor zwei Teamkollegen.
Hinter dem nun fünffachen Europacup-Sieger Hächler, der im Dezember mit Rang 19 im Riesenslalom von Beaver Creek seine ersten Weltcup-Punkte gewann, klassierten sich Gaël Zulauf und Arnaud Boisset in den Rängen 2 und 3. Allgemein dominierte das Heimteam: In den Top 12 finden sich lediglich zwei Fahrer, die nicht für die Schweiz starten.
Gino Caviezel vor Comeback
Vor 13 Monaten verletzte sich Riesen-Spezialist Gino Caviezel (33) beim Super-G in Bormio (It) schwer: Totalschaden im rechten Knie. Seitdem hat der Bündner keine Wettkämpfe mehr bestritten. Doch jetzt kommts zum Comeback: Caviezel, der zuletzt auf der Reiteralm in Österreich trainiert und gemäss Trainern gute Fortschritte zu verzeichnen hat, steht im Aufgebot für den Riesenslalom am Dienstagabend in Schladming. Er hat sehr gute Erinnerungen an den österreichischen Skiort: 2023 wurde er hinter Loïc Meillard Zweiter.
Das Aufgebot für den Riesenslalom: Marco Odermatt, Loïc Meillard, Thomas Tumler, Luca Aerni, Gino Caviezel, Fadri Janutin, Sandro Zurbrügg.
Das Aufgebot für den Slalom (Mittwochabend): Loïc Meillard, Tanguy Nef, Daniel Yule, Ramon Zenhäusern, Marc Rochat, Matthias Iten, Joel Lütolf, Sandro Simonet
Zweiter Saisonsieg für Zurbrügg
Sandro Zurbrügghat zum zweiten Mal ein Europacup-Rennen gewonnen. Der 23-jährige Berner setzt sich im zweiten Riesenslalom im österreichischen Turnau mit 33 Hundertsteln Vorsprung vor dem Norweger Hans Grahl-Madsen (22) durch.
Zurbrügg, tags zuvor beim Sieg von Fadri Janutin (26) als Dritter ebenfalls auf dem Podest, baut seine Führung in der Disziplinen-Wertung mit dem zweiten Saisonsieg (nach Valloire im Dezember) auf 70 Punkte aus. Der Bündner Janutin klassiert sich am Donnerstag im 5. Rang (0,74 Sekunden zurück).
Aufgebot für Kitzbühel-Slalom
Acht Schweizer werden am Sonntag beim Slalom in Kitzbühel (10.30/13.30 Uhr) an den Start gehen. Neben Teamleader Loïc Meillard nominiert Swiss-Ski Tanguy Nef, Daniel Yule, Ramon Zenhäusern, Marc Rochat, Luca Aerni, Matthias Iten und Sandro Simonet für den bereits vierten Slalom des Jahres.
Janutin gewinnt Europacup-Riesen
Fadri Janutin hat zum vierten Mal in seiner Karriere ein Europacuprennen gewonnen. Der 26-jährige Bündner Technik-Spezialist, der in den letzten Jahren zwischen Europacup und Weltcup pendelt, entschied am Mittwoch den Riesenslalom im österreichischen Turnau für sich. Mit Sandro Zurbrügg stieg als Dritter ein zweiter Schweizer auf das Podest. Rang 2 belegte der Österreicher Noel Zwischenbrugger. Am Donnerstag steht in Turnau erneut ein Riesenslalom auf dem Programm. (SDA)
Aufgebot für Rennen in Spindlermühle
Swiss-Ski nominiert zwölf Athletinnen für die beiden Technikrennen am kommenden Wochenende in Spindlermühle (Tsch). Dazu kann für den Slalom am Sonntag noch eine Fahrerin nachnominiert werden. Angeführt wird das Aufgebot von Camille Rast, die in den letzten sieben Weltcuprennen sechs Mal auf dem Podest stand. Daneben wird auch Wendy Holdener beide Rennen in Angriff nehmen.
Riesenslalom (24. Januar): Camille Rast, Wendy Holdener, Vanessa Kasper, Sue Piller, Dania Allenbach, Simone Wild, Shaienne Zehnder
Slalom (25. Januar): Camille Rast, Wendy Holdener, Mélanie Meillard, Eliane Christen, Aline Höpli, Nicole Good, Aline Danioth, +1 Athletin