Einen trifft die wetterbedingte Absage des Super-G in Garmisch-Partenkirchen besonders hart. Der deutsch-österreichische Skirennfahrer Romed Baumann beendet im Alter von 40 Jahren seine Karriere, wie der Deutsche Skiverband am Sonntag mitteilt. Sein letztes Rennen wollte er eigentlich beim Super-G am Sonntag in Garmisch bestreiten. Der Regen und der Nebel machten Baumann jedoch einen Strich durch die Rechnung.
Der Routinier verabschiedet sich trotzdem aus dem Leistungssport – nun halt ohne richtiges Abschiedsrennen. Fast 22 Jahre nach Baumanns Debüt im Weltcup – damals noch für sein Geburtsland Österreich – und insgesamt mehr als 400 Rennen bei Weltcups, Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen so endet eine der längsten Karrieren der Ski-Geschichte.
Abfahrts-Rekord am Samstag geknackt
Der Rücktritt hatte sich angebahnt. Der Routinier schaffte es in dieser Saison nicht mehr unter die Top 15, deshalb durfte er auch nicht zu den Olympischen Winterspielen nach Italien. Am Samstag stand Baumann zum 167. Mal in einer Abfahrt am Start und wurde damit alleiniger Disziplin-Rekordhalter im Weltcup. Denn kein anderer Fahrer hat so viele Abfahrten im Weltcup bestritten.
Nach dem Rennen auf der Kandahar räumte er ein, dass er nicht mehr in der Lage sei, sich am Limit zu bewegen. «Ich habe nichts riskiert, ich habe mir nicht zugetraut, dass ich da nochmal draufsteige», sagte er gegenüber deutschen Medien.
Baumann stand im März 2004 erstmals im Weltcup am Start. Für das österreichische Team holte er in den Jahren danach zwei Siege und acht weitere Podestplätze sowie WM-Bronze 2013 in der Kombination. 2019 wechselte der Rennfahrer dann zum Deutschen Skiverband (DSV). 2021 feierte er in Cortina mit WM-Silber im Super-G seinen grössten Erfolg. Eine weitere Podestplatzierung im Weltcup vor knapp drei Jahren kam noch dazu.