Nach Brandkatastrophe
So werden die Weltcuprennen in Crans-Montana durchgeführt

In der Silvesternacht wurde der Walliser Skiort von einer Brandkatastrophe erschüttert. Die Weltcuprennen Ende Januar finden statt – ohne Side-Events und mit Momenten des Gedenkens.
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Die Trauer um die Opfer der Brandkatastrophe wird auch während der Weltcuprennen präsent sein.
Foto: KEYSTONE
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Ramona BieriRedaktorin Sport

In der Silvesternacht wurde der Walliser Wintersportort Crans-Montana von einer Brandkatastrophe erschüttert. 40 Menschen verloren ihr Leben, 116 wurden teils schwerstverletzt.

Neben dem Schock kommt schon bald die Frage auf, was mit den geplanten Weltcuprennen Ende Januar passieren soll. Hugo Steinegger, der langjährige OK-Vizepräsident, meinte gegenüber Blick: «Meiner Meinung nach ist klar, dass wir die Rennen durchführen sollten.» Gleichzeitig betonte er, dass man auf jegliche Party-Festivitäten verzichten sollte. Denn: «Man kann keine Party machen, während wohl noch Leute im Spital um ihr Leben und um ihre Gesundheit kämpfen.»

Nun, zwei Wochen bevor die Rennen der Frauen (30. und 31. Januar) sowie das der Männer (1. Februar) stattfinden, ist klar, wie das Ganze über die Bühne gehen wird. In einer Medienmitteilung heisst es, dass die Organisatoren gemeinsam mit Swiss-Ski und der FIS entschieden haben, dass am Rennprogramm festgehalten wird. «Die Side-Events im Zentrum von Crans-Montana werden abgesagt, das Rahmenprogramm rund um das Zielstadion wird angepasst.»

Viel Fingerspitzengefühl

Heisst konkret, dass sich der Weltcup in diesem Jahr «auf die Rennen sowie die Publikumsbereiche am Pistenrand und rund um das Zielstadion beschränken» wird. Das Rahmenprogramm soll dezent sein und Momente und Gesten des Schweigens und Gedenkens beinhalten.

Die Organisatoren seien «mit viel Fingerspitzengefühl an der Arbeit», meint FIS-CEO Urs Lehmann. Und Didier Défago, CEO des OKs, ergänzt: «Swiss-Ski und die FIS teilen unsere Überzeugung, dass der Sport sogar unter diesen Umständen viele positive Emotionen und Gedanken auslösen kann. Das bestärkt uns im Entscheid, die Rennen durchzuführen.»

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