«Nicht das, was ich will»
Meillard nach Nachtslalom in Italien völlig bedient

Tanguy Nef ist beim Nachtslalom von Madonna di Campiglio bester Schweizer. Zur Halbzeit noch auf Podestkurs fällt er zurück. Weltmeister Loïc Meillard wird Elfter.
Kommentieren
1/7
Zur Halbzeit liegt Tanguy Nef in Madonna di Campiglio auf Podestkurs.
Foto: Getty Images
RMS_Portrait_AUTOR_1195.jpg
Ramona BieriRedaktorin Sport

Mit Startnummer 15 sorgt Tanguy Nef (29) im ersten Lauf des Nachtslaloms von Madonna di Campiglio (It) für den Schweizer Lichtblick. Er setzt sich einen Hauch vor Olympiasieger Clément Noël (28) sensationell an die Spitze. Kann er wie schon in Garmisch (De) 2022 die Entscheidung als Halbzeitführender in Angriff nehmen?

Ein Finne hat etwas dagegen. Eduard Hallberg (22), der in Levi (Fi) als Dritter seine Podestpremiere feierte, unterbietet die Zeit des Schweizers. Trotzdem ist Nefs Ausgangslage für seinen ersten Podestplatz so gut wie selten. Vor vier Jahren ist er noch ausgeschieden, dieses Mal bringt er den zweiten Lauf ins Ziel. Allerdings zu langsam. Er fällt noch auf Platz 10 zurück.

«Natürlich ist es ein bisschen schade», sagt er danach ins SRF-Mikrofon. «Aber so ist Skifahren.» Dennoch nimmt er Positives aus seinem Auftritt mit. Denn er weiss, wieso es nicht fürs Podest gereicht hat. «Ich habe nicht mehr so viel Risiko genommen wie im ersten Lauf», so Nef. Zudem hätte sein Servicemann Anpassungen an den Kanten vorgenommen. Er sei im ersten Lauf zu sehr am Limit gewesen und zum Schluss gekommen, dass er nicht zwei Läufe so fahren könne. Das geht nicht auf.

«Nicht das, was ich will»

Trotzdem ist Nef am Ende bester Schweizer. Unmittelbar hinter ihm reiht sich Weltmeister Loïc Meillard (29) ein. «Am Ende ist es nicht das, was ich will», sagt er über Platz 11. Das Rennen sei eng gewesen, da würden Kleinigkeiten den Unterschied machen. Im ersten Lauf habe er zu viel gemacht, im zweiten nicht so beschleunigt, wie er es sich gewünscht hätte.

Die beiden sind die einzigen Schweizer, die sich in den Punkten klassieren. Marc Rochat (33) und der dreifache Madonna-Sieger Daniel Yule (32) scheiden im zweiten Lauf aus, Gleiches passiert Ramon Zenhäusern (33) und Matthias Iten (26) schon im ersten Lauf. Derweil handeln sich Luca Aerni (32) und Sandro Simonet (30) einen zu grossen Rückstand ein, um sich für die Entscheidung zu qualifizieren. In dieser jubelt am Ende Clément Noël. Er sorgt dafür, dass es im fünften Slalom des Winters den fünften Sieger gibt. Hinter ihm wird Eduard Hallberg Zweiter, Paco Rassat (27) komplettiert das Podest als Dritter.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen