Erstes Podest seit einem Jahr
Ist bei Holdener endlich der Knoten geplatzt?

Nicht nur Siegerin Camille Rast strahlt in Kranjska Gora, sondern auch Wendy Holdener. Sie beendet ihre Durststrecke und fährt erstmals in diesem Winter aufs Podest.
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Wendy Holdener hat in Kranjska Gora allen Grund zum Strahlen.
Foto: AFP

Darum gehts

  • Wendy Holdener wird Dritte beim Slalom in Kranjska Gora, Slowenien
  • Erstes Weltcup-Podest für Holdener seit 14. Januar 2025 in Flachau
  • Sechster Podestplatz in Kranjska Gora bei ihrem 17. Rennen dort
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Als Wendy Holdener (32) ins Ziel kommt und sieht, dass es grün aufleuchtet, jubelt sie ausgelassen. Nicht, weil sie soeben den Slalom von Kransjka Gora (Sln) gewonnen hätte, denn oben stehen mit Mikaela Shiffrin (30) und Camille Rast (26) noch die zwei Besten. Aber in dem Moment weiss Holdener, dass sie mindestens Dritte wird. Und damit erstmals in diesem Winter auf dem Podest steht. Die Erleichterung ist ihr ins Gesicht geschrieben.

«Das tut sehr gut», sagt sie ins SRF-Mikrofon. Nach fast einem Jahr fährt sie im Weltcup wieder einmal in die Top 3. Letztmals gelang ihr das am 14. Januar 2025 in Flachau (Ö) als Zweite. Dass der Knoten in Kranjska Gora platzt, verwundert nicht. Die Strecke liegt Holdener. In ihrem 17. Rennen fährt sie dort zum sechsten Mal aufs Podest (fünfmal im Slalom, einmal im Riesenslalom). Sie habe in den letzten Tagen viel am Mindset gearbeitet, verrät sie. Und das im Rennen gut umsetzen können.

Kraft zieht sich auch daraus, dass Familie und Freunde im Ziel mitfiebern. Sie freut sich, «mit einem feinen italienischen Zmittag» mit ihnen zu feiern. Auch Mélanie Meillard (27) erreicht das Ziel mit einem Lächeln. Als Zwölfte fährt sie erstmals in dieser Saison in die Top 15 – und erfüllt die halbe Olympia-Limite. «Ich kann nur zufrieden sein mit dem Resultat», meint sie. «Es ist schon ein guter Schritt nach vorne.»

«Bin irgendwie auf der Bremse gestanden»

Nicht ganz mithalten kann Eliane Christen (26). Mit einer weiteren Top-15-Klassierung hätte sie das Olympia-Ticket in der Tasche. Diese verpasst sie als 23. deutlich. «Ich habe das Gefühl, dass ich irgendwie auf der Bremse gestanden bin», gibt sie sich selbstkritisch. Aber immerhin gibts zum fünften Mal in Folge Punkte für sie.

Diese verpassen die anderen Schweizerinnen deutlich. Im ersten Lauf schafft es Aline Danioth (27) nur bis zum zweiten Tor, dort fädelt sie ein. Nicht viel weiter kommt Janine Mächler (21), ihr passiert das Gleiche beim dritten Tor. Auch Anuk Brändli (22) scheidet aus. Nicole Good (28) und Aline Höpli (24) schaffen es zwar ins Ziel. Aber sie handeln sich einen so grossen Rückstand ein, dass sie sich nicht für die Entscheidung qualifizieren.


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