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Neue Kameraeinstellung zeigt:So brutal war der Brignone-Sturz wirklich

«Kann Dinge nicht machen»
Ski-Star Brignone kämpft noch immer mit Sturz-Folgen

Noch immer kämpft Federica Brignone mit den Folgen ihres schweren Sturzes. Wann sie in die Saison startet, ist unklar. Vor einer Rückkehr in den Weltcup will sie vor allem gesund werden.
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Federica Brignone wird in Sölden nicht am Start stehen.
Foto: Sven Thomann
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Zehn Monate, nachdem sie sich im April 2025 einen Schien- und Wadenbeinbruch sowie einen Kreuzbandriss zugezogen hat, ist Federica Brignone (36) an den Olympischen Spielen zu Doppel-Gold (Super-G und Riesenslalom) gefahren. Der Saisonauftakt in Sölden (Ö) in einer Woche wird allerdings ohne sie stattfinden. Nachdem die Italienerin die letzte Saison vorzeitig abbrechen musste, ist nicht klar, wann sie in den Weltcup zurückkehrt. Auch anderthalb Jahre nach ihrer schweren Verletzung hat sie noch immer mit den Folgen zu kämpfen.

Erst Ende August musste sie sich erneut einer Operation unterziehen. Platten und Schrauben wurden aus ihrem Bein entfernt. Nun lässt Brignone in einem Interview mit «Il Giornale» tief blicken.

Sie spricht davon, dass Sport ihr Leben sei und nicht nur ein Job. Aber: «Ich möchte zuerst als Mensch genesen, bevor ich wieder als Athletin zurückkehre.» Denn nach wie vor ist Brignone in ihrem Alltag eingeschränkt. «Es gibt immer noch Dinge, die ich nicht machen kann», erzählt sie. «Treppen können zum Problem werden, ich kann nicht joggen und Tennis ist tabu.»

«Schmerzen bei jeder Kurve»

Trotzdem hat sie Ende Juli versucht, Ski zu fahren. «Schmerzen bei jeder Kurve», erinnert sich Brignone. Seit Februar sei sie deswegen nicht mehr richtig gefahren. Während sich die anderen Athletinnen auf den Saisonstart vorbereiten, ist die Italienerin froh, dass die Physio nicht mehr so intensiv ist und sie sich wieder mit dem Athletiktraining beschäftigen kann.

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Reicht es für Olympia?Brignone trainiert fleissig für ihr Comeback

Der Zeitpunkt ihres Comebacks ist offen. Brignone geht davon aus, dass sie Ende Oktober wieder auf den Ski stehen wird. «Wenn es mir in den Speed-Disziplinen besser geht, könnte ich dort antreten», meint sie. «Und wenn die Schwünge gut funktionieren, kommt auch der Riesenslalom infrage.»

«Wir werden sie vermissen»

Eine andere Athletin hingegen hat nach einer erneuten schweren Verletzung ihre Karriere beendet: Lara Gut-Behrami (35). Sie habe mit ihr gesprochen, meint Brignone. Mehr verrät sie nicht. Aber: «Wir werden sie vermissen.»

Gleichzeitig sagt Brignone, dass sie sich nicht vor der Zeit nach der Karriere fürchtet. «Aber ich möchte gesund dorthin gelangen.» Vorerst ist ihre Motivation aber gross, noch einmal in den Weltcup zurückzukehren. Denn auch wenn sie schon alles gewonnen habe, liege es in ihrer Natur, weiterhin dabei sein zu wollen. «Ich liebe es, schwierige Dinge zu meistern.»

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