Darum gehts
- Stefan Rogentin trainiert am 31. Januar ungewohnt früh in Crans-Montana
- Giovanni Franzoni entgeht knapp einem schlimmen Sturz nach einem riskanten Sprung
- Alexis Monney wird Fünfter im Training, Marco Odermatt erreicht Platz 29
«Die Besichtigung war schon ein bisschen dunkel, wir haben nicht so viel gesehen», sagt Stefan Rogentin (31) zu Blick. Denn die Männer müssen am Samstag fürs Abfahrtstraining in Crans-Montana VS ungewohnt früh auf die Piste. Um 9 Uhr geht es los. Der Grund: Die Frauen fahren am Mittag einen Super-G. Abgesehen von der ungewohnten Uhrzeit sei aber alles tipptopp gewesen.
1. Mattia Casse (It) 1:56,67
2. Cameron Alexander (Ka) +0,38
3. Ryan Cochran-Siegle (USA) +0,52
4. Daniel Hemetsberger (Ö) +0,62
5. Alexis Monney (Sz) +0,66
Die weiteren Schweizer
9. Stefan Rogentin +1,01
13. Niels Hintermann +1,31
15. Alessio Miggiano +1,53
18. Franjo von Allmen +1,64
23. Livio Hiltbrand +1,86
27. Lars Rösti +1,99
29. Marco Odermatt 2,01
31. Justin Murisier +2,02
34. Gaël Zulauf +2,15
35. Arnaud Boisset +2,16
1. Mattia Casse (It) 1:56,67
2. Cameron Alexander (Ka) +0,38
3. Ryan Cochran-Siegle (USA) +0,52
4. Daniel Hemetsberger (Ö) +0,62
5. Alexis Monney (Sz) +0,66
Die weiteren Schweizer
9. Stefan Rogentin +1,01
13. Niels Hintermann +1,31
15. Alessio Miggiano +1,53
18. Franjo von Allmen +1,64
23. Livio Hiltbrand +1,86
27. Lars Rösti +1,99
29. Marco Odermatt 2,01
31. Justin Murisier +2,02
34. Gaël Zulauf +2,15
35. Arnaud Boisset +2,16
Letztes Jahr hiess es, die Abfahrt sei ein bisschen langweilig. Daran habe sich nicht viel geändert, so der Bündner. «Der einzige Unterschied ist, dass der Schnee deutlich schneller ist.» Im Training ist er als Neunter zweitbester Schweizer. Schneller ist von seinen Teamkollegen nur Alexis Monney (26) als Fünfter. Sein Fazit: «Ich bin zufrieden. Das Material hat gut gepasst.»
Deutlich weiter hinten reiht sich Marco Odermatt (28) ein – Platz 29. Wer sich am Sonntag (11 Uhr) den Sieg holt, darauf hat er keine Antwort parat. Fügt aber an: «Wen man die rote Nummer trägt und nie schlechter als Zweiter gewesen ist, kann man sich schon zu den Favoriten zählen.»
Eine Schrecksekunde erlebt Giovanni Franzoni (24). Nach einem Sprung treibts den Kitzbühel-Sieger bis ins Netz – mit Glück und Können verhindert er einen ganz schlimmen Sturz. «Ich habe es trotzdem geschafft, bis zum Schluss einen klaren Kopf zu behalten», sagt Franzoni nach dem Training.
«Gehofft, dass nicht ich das bin»
Während das Rennen am Sonntag (11 Uhr) für Odermatt, Franzoni und Co die Olympia-Hauptprobe ist, haben andere Athleten danach eine längere Pause. Auch Justin Murisier (34) hat mangels Top-15-Resultate keinen Platz bekommen.
Ein paar Passagen auf der Strecke bezeichnet er als heikel. «Es ist gefährlich nah am Limit.» Was er damit meint: Es hat weniger Schnee und gibt mehr Gelände, zudem eine sehr starke Kompression. «Bei Renntempo gehen wir schneller und das wird ein bisschen gefährlich.» Er geht aber davon aus, dass die Passagen noch bearbeitet werden.
Dass er nicht zu Olympia kann, bedauert Murisier. Und findet klare Worte zur Verteilung der Startplätze: «Nicht der Sport ist wichtig, sondern dass möglichst viele Nationen dabei sind.» Man rede ständig davon, dass es überall fair sein soll und im Sport sei es genau umgekehrt. Das habe aber nichts mit den Geschlechtern zu tun.
Murisier fordert eine Lösung im Hinblick auf die nächste Weltmeisterschaft. Denn er habe jetzt zweimal im Super-G nicht starten dürfen, obwohl er im Ranking Zwölfter war. «Die WM heisst Weltmeisterschaft und wir müssten eigentlich alle am Start sein dürfen.» Ähnlich tönt es von Monney. «Es ist nicht so schön, wenn gute Athleten nicht dabei sein können.»