Darum gehts
- Dania Allenbach erzielt bei Weltcup-Debüt Platz 27 und 4 Punkte
- Sue Piller erreicht Rang 20, holt 11 Punkte und bestätigt Form
- Die zwei jungen Schweizer Technikerinnen machen Mut
Camille Rast sorgt mit ihrem Sieg im Riesenslalom von Kranjska Gora für das Schweizer Highlight des Tages. Doch abseits des Podests bringen zwei junge Athletinnen frischen Wind ins Team: Dania Allenbach und Sue Piller nutzen die Bühne Weltcup eindrücklich.
Das Märchen vom ersten Weltcup-Punkt
Allenbach erlebt in Slowenien ihr Weltcup-Debüt – und wie. Mit Startnummer 50 fährt die 18-jährige Bernerin im ersten Lauf befreit auf, attackiert mutig und schiebt sich mit Rang 28 sensationell in die Nähe der Qualifikation.
Zwar sind nach ihr noch zwei Fahrerinnen schneller, doch zeitgleich mit Italiens Talent Ilaria Ghisalberti reicht es als 30. hauchdünn für den zweiten Lauf. «Ich habe zuerst gar nicht um die Qualifikation gezittert, weil ich es gar nicht realisiert habe», sagt Allenbach danach und kündigt an: «Ich gebe im zweiten Lauf nochmals Vollgas. Ich habe nichts zu verlieren.»
Sie hält ihr Wort. Im Finaldurchgang greift Allenbach erneut voll an, verliert im oberen Teil Zeit, holt sie unten aber wieder auf – und sitzt für einen kurzen Moment sogar mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf dem Leaderthron. «Es hat sich fantastisch angefühlt. Diese Chance musste ich nutzen», sagt sie später. Am Ende wird die gelernte Bodenlegerin 27. (+4,08) und sammelt bei ihrem ersten Weltcuprennen gleich vier Punkte.
Piller bestätigt ihre Klasse
Nur wenige Kilometer entfernt von Allenbachs Heimat wohnt Sue Piller. Die 20-Jährige aus Gsteig bei Gstaad BE bestätigt in Kranjska Gora ihre starke Form, egalisiert mit Rang 20 (+3,47) ihr bisher bestes Weltcup-Resultat von Mont-Tremblant und holt erneut 11 Punkte. «Alles in allem bin ich mega zufrieden. Es war mir wichtig, meine Resultate von Kanada zu bestätigen», sagt Piller.
Die weiteren Schweizerinnen zeigen durchzogene Leistungen: Wendy Holdener wird 23. (+3,67), Simone Wild 26. (+4,07). Vanessa Kasper (36.), Stefanie Grob (38.) und Shaienne Zehnder (53.) verpassen den zweiten Lauf. Die Auftritte von Allenbach und Piller machen jedoch Mut und zeigen, dass die Schweiz im Technikbereich wieder Breite gewinnt, trotz der Ausfälle von Lara Gut-Behrami und Michelle Gisin.