Darum gehts
- Armon Orlik nutzte Randensaft als geheime Vorbereitung für das ESAF
- Ein Vortrag zeigte Vorteile von Randensaft für Ausdauer und Regeneration
- Orlik trank dreimal täglich ein Glas – und behält das wohl bei
Es war eines dieser Gerüchte, die sich im Vorfeld des ESAF hartnäckig hielten. In der Nordostschweiz flüsterte man, Armon Orlik (30) habe eine geheime Wunderwaffe. Kein neuer Schwung. Sondern: Randensaft.
Als der Blick-Reporter Orlik damals vor dem Saisonhöhepunkt darauf ansprach, war die Antwort: «Nein, das nehme ich nicht.» Thema erledigt – oder? Einige Monate nach seinem sensationellen Triumph in Mollis wird der Randensaft bei einem lockeren Gespräch wieder zum Thema.
Orlik bricht dabei in schallendes Gelächter aus. «Sag mal, erinnerst du dich noch an meine Antwort von damals?», fragt der Schwingerkönig. «Klar. Das Nein habe ich nicht vergessen», entgegnet der Journalist.
Ein Vortrag als Inspiration
Orlik muss wieder schmunzeln und meint dann: «Sorry, ich musste dich anlügen. Das war eine taktische Massnahme. Ich wollte meinen Gegnern nichts verraten.» Tatsächlich gehörte Randensaft also zu Orliks ESAF-Vorbereitung.
Inspiriert wurde er von einem Vortrag anlässlich eines Verbandsanlasses, der vom Leiter der medizinischen Abteilung der Nordostschweizer gehalten wurde. Dabei wurde den Schwingern aufgezeigt, welche Vorteile der tägliche Konsum von Randensaft mit sich bringt.
Er hilft bei der Produktion roter Blutkörperchen. Diese sind für den Sauerstofftransport verantwortlich. Je mehr rote Blutkörperchen vorhanden sind, desto besser werden die Muskeln mit Sauerstoff versorgt. Das hilft bei der Regeneration und steigert die Ausdauer. Was gerade an einem ESAF-Wochenende von Vorteil sein kann.
Randensaft bleibt wohl ein treuer Begleiter
Orlik wirkte dann auch bis am Schluss topfit. Im achten Gang knallte er 130-Kilo-Mann Pirmin Reichmuth auf beeindruckende Art und Weise ins Sägemehl. Was mehrheitlich auf das intensive Training mit seinem Coach Robin Städler zurückzuführen ist.
Doch mit dem Randensaft hatte er einen Trumpf im Ärmel, der Orlik zumindest in mentaler Hinsicht noch einmal etwas stärker machte. «Dreimal am Tag trank ich ein kleines Glas.» Der Geschmack? Nebensache. «Der hat mich noch nie daran gehindert, etwas zu nehmen, was mir helfen könnte.»
Ob der rote Saft auch in Zukunft Teil seiner Vorbereitung bleibt? «Sehr wahrscheinlich schon. Wenn man gute Erfahrungen gemacht hat – weshalb sollte man etwas ändern?» Die Randensaga ist damit aufgeklärt. Und eines klar: Vor dem ESAF floss bei Orlik nicht nur Schweiss. Sondern auch ordentlich Randensaft.