Nach Silber am Sonntag (1-Meter-Brett) kommt zwei Tage danach in Paris vom 3-Meter-Brett keine weitere EM-Medaille für Wasserspringerin Michelle Heimberg hinzu. Die 26-jährige Aargauerin bricht nach dem ersten Sprung den Wettkampf überraschend ab. Dieser gelingt der Titelverteidigerin überhaupt nicht nach Wunsch, weswegen sie nach der ersten von total fünf Runden den geteilten letzten Zwischenrang belegt.
Wie ihr Team in der Nacht auf Mittwoch mitteilt, waren die letzten Wochen für Heimberg sehr belastend. Am Montag machte sie auf Instagram eine erlittene Fehlgeburt öffentlich. «Sie wollte diese EM trotz der schwierigen Umstände bestreiten, um in den Alltag zurückkehren zu können», heisst es in dem Statement. «Der Effort vom 1-m-Bett hat Michelle jedoch so viel Kraft gekostet, dass der Wettkampf vom 3-m-Brett auf diesem hohen Niveau nicht mehr möglich war.» Deswegen haben sie und ihr Trainer gemeinsam entschieden, den Final nach einem Sprung abzubrechen.
Als Europameisterin abgelöst wird Heimberg von Chiara Pellacani, die ihre vierte Goldmedaille bei den europäischen Titelkämpfen in Paris holt. Die Italienerin siegt vor der Britin Yasmin Harper und der Russin Nadeschda Trifonowa.