Darum gehts
- Stefan Bissegger ist an der Polen-Rundfahrt gestürzt
- Dabei hat er sich einen zweifachen Bruch am Schambein zugezogen
- Nun bangt Schweizer Rad-Profi um die WM-Teilnahme
Stefan Bissegger (27) muss hartes Brot essen. Kurz vor der Tour de France wurde der Thurgauer aus dem Aufgebot seines Teams Decathlon gestrichen. «Das kam für mich sehr überraschend», sagte er enttäuscht. Und nun dies: An der Polen-Rundfahrt stürzt Bissegger in der letzten Etappe schwer. Fünf Kilometer vor dem Ziel hängt er bei einer Werbefahne des Organisators ein. «Sie war an der Seite, zu nahe an der Strasse positioniert, kam in meinen Lenker und riss mir diesen aus der Hand», sagt er zu Blick. Zwei weitere Fahrer kommen ebenfalls zu Fall.
Die Diagnose bei Bissegger folgt am Montagnachmittag: zweifacher Bruch am Schambein. «Ich muss versuchen, schnell wieder auf dem Sattel zu sitzen und zu pedalieren. Wenn das schnell klappt, besteht noch Hoffnung für die WM.» Diese steigt vom 20. bis 27. September im kanadischen Montreal. «Meine Chancen, dass ich dabei bin, sehe ich aktuell bei 50 Prozent.»