Sina Frei (29) schlägt im letzten Rennen der Saison nochmals zu. Einen Tag nachdem sich die Mountainbikerin am Freitag den Sieg in der Gesamtwertung im Short Track gesichert hat, gewinnt Frei das Cross-Country-Rennen über die olympische Distanz in Lake Placid (USA).
Frei geht das Rennen von Anfang an schnell an und übernimmt gleich nach dem Start die Führung, die sie in der ersten Runde aber noch abgeben muss. Die amtierende Weltmeisterin kann sich anschliessend lange in der Spitzengruppe halten. In der letzten Runde lanciert sie den Angriff und überholt das anhin führende Spitzenduo um Samara Maxwell (24) aus Neuseeland und Martina Berta (28) aus Italien.
Krimi im Zielsprint
Im packenden Zielsprint liefert sich Frei ein Duell mit der Italienerin, wobei die Schweizerin zur Siegerin gekürt wird, nachdem sich die Rennleitung die Bilder angeschaut hat. Frei hatte sich wirklich hauchdünn vor Berta durchgesetzt. Das Podest komplettiert am Ende Maxwell. Hinter der Neuseeländerinnen runden Nicole Koller und Alessandra Keller das tolle Schweizer Resultat ab.
Vor dem Rennen durfte sich Frei sogar noch leise Hoffnungen auf den Gesamtweltcup machen. Dafür hätte die führende Jenny Rissveds (32) maximal 27. werden dürfen. Die Schwedin verpasst zwar die Top Ten als Elfte knapp, lässt sich den Gesamtsieg aber nicht mehr nehmen.
Colombo fährt aufs Podest
Bei den Männern schafft es ebenfalls ein Schweizer aufs Podest: Filippo Colombo (28). Der Tessiner wird hinter dem Briten Charlie Aldrige Zweiter. Damit muss der nun sechsfache Podestfahrer weiter auf seinen ersten Sieg im Cross Country warten. Auch Fabio Püntener (26) fährt lange um die vordersten Plätzen mit, wird am Ende aber Siebter.