Darum gehts
- Tadej Pogacar ignoriert bei Flandern-Rundfahrt Bahnschranke mit Warnlicht
- Führerscheinentzug und Busse bis 5000 Euro möglich
- Nach 65 km überquerten Favoriten trotz Rotlicht den Bahnübergang
Nach seinem historischen Triumph bei der Flandern-Rundfahrt könnte Tadej Pogacar (27) nun ein juristisches Nachspiel drohen. Laut Medienberichten wird die Staatsanwaltschaft Ostflandern Ermittlungen aufnehmen, da Pogacar und weitere Fahrer trotz Warnlichtern nicht an einer Bahnschranke hielten.
Nach 65 Kilometern musste die Hälfte des Feldes vor einer geschlossenen Bahnschranke warten. Der vordere Teil des Pelotons, darunter die Favoriten Remco Evenepoel (26) und Pogacar, überquerten den Bahnübergang noch, als das Warnlicht bereits Rot blinkte.
Führerschein-Entzug droht
Laut Reglement des Radsportweltverbandes UCI müssen Fahrer an Bahnübergängen bei rotem Warnlicht anhalten. Im schlimmsten Fall droht eine Disqualifikation. In diesem Fall ist das jedoch unwahrscheinlich, da es eine Vielzahl von Fahrern betreffen würde.
Ganz ohne Konsequenzen dürfte der Vorfall für die Profis dennoch nicht bleiben: Übereinstimmenden Medienberichten zufolge drohen ihnen ein Führerausweisentzug von mindestens acht Tagen sowie eine Busse zwischen 400 und 5000 Euro. Im schlimmsten Fall müssen Pogacar und Co. sogar persönlich vor Gericht erscheinen.
Die belgische Bahn zeigte sich enttäuscht vom Verhalten der Fahrer. Sprecher Frédéric Petit sagte: «Die Regeln sind klar: Bei Rot muss man anhalten. Das gilt auch für ein Radrennen.» Es sei «natürlich ein sehr schlechtes Beispiel» für alle, die das Rennen geschaut haben.