Darum gehts
- Stefan Küng kehrt bei Zeitfahr-SM in Courtételle nach Verletzung zurück
- Rang 4 für Küng, 40 Sekunden hinter Sieger Jan Christen
- Christen gewinnt Gold mit 6,6 Sekunden Vorsprung auf Stefan Bissegger
Stefan Küng ist zurück im Wettkampfgeschehen: An den Schweizer Zeitfahr-Meisterschaften im jurassischen Courtételle gibt der Thurgauer sein Comeback nach mehrmonatiger Verletzungspause. Seit seinem Oberschenkelbruch nach einem Sturz beim Radklassiker Omloop Het Nieuwsblad Ende Februar hat er kein Rennen mehr bestritten.
Im Kampf um den Titel, den er schon sechsmal hat holen können, ist er auf den 32,6 Kilometern aber chancenlos: Schon bei der ersten Zwischenzeit liegt er über 40 Sekunden hinter dem späteren Sieger Jan Christen zurück – das ist in etwa auch sein Rückstand im Ziel, wo er schliesslich Rang 4 belegt.
Enges Rennen um Gold
Zwischen Christen und Küng klassieren sich Stefan Bissegger und Yannis Voisard, wobei es vor allem im Rennen um den Sieg knapp wird: Premierensieger Christen und Bissegger trennen am Ende nur 6,6 Sekunden.
Das Resultat, es dürfte für Küng im Moment aber eher zweitrangig sein, denn: Die fast viermonatige Zwangspause war die längste seiner bisherigen Profikarriere – und sie bedeutete auch das Aus für zwei seiner Lieblingsrennen, Paris-Roubaix und die Tour de Suisse.
Stattdessen schuftete Küng zu Hause in der Ostschweiz für die Rückkehr in den Rennzirkus. Sein grosses Ziel: Die Rad-WM im September im kanadischen Montreal – mit seinem Renn-Comeback ist er dieser einen Schritt näher gekommen.
Reusser nicht am Start
Kurz vor demjenigen der Männer ist in Courtételle auch der SM-Titel bei den Frauen vergeben worden. Schnellste auf dem ebenfalls rund 32 Kilometer langen Kurs ist Jasmin Liechti – mit grossem Vorsprung: Der zweitplatzierten Steffi Häberlin nimmt sie über 90 Sekunden ab. Zeitfahr-Weltmeisterin Marlen Reusser verzichtete nur wenige Tage nach ihrem Tour-de-Suisse-Triumph auf einen Start.