Die Reaktion im Ziel spricht Bände. Diesen Etappensieg beim Giro d'Italia hat Igor Arrieta vom UAE Team Emirates XRG nun wirklich nicht mehr für möglich gehalten.
Das Wetter meint es auf dem fünften Teilstück von Praia a Mare nach Potenza (203 Kilometer) nicht gut mit den Fahrern. Der Regen sorgt für nasse, glitschige Strassen.
Der 23-jährige Arrieta kommt knapp 14 Kilometer vor dem Ziel zu Fall, als eigentlich nur noch er und Fluchtkollege Afonso Eulalio für den Tagessieg infrage kommen. Weil später auch Eulalio stürzt, kann Arrieta wieder aufschliessen – bis der Spanier 2,2 Kilometer vor dem Ziel von der Hauptstrasse abkommt und in ein Absperrband fährt. Derweil liegt nun für den Portugiesen Eulalio vom Team Bahrain Victorious der erste Erfolg als Profi bereit.
Aber nichts da. Teufelskerl Arrieta kommt tatsächlich noch einmal ran, schliesst 150 Meter vor dem Ziel zu Eulalio wieder auf und lässt diesen sogleich stehen. Packender hätte dieses Finish nicht sein können.
Christen verliert an Boden im Gesamtklassement
Als Trost für den verpassten Etappensieg bleibt Eulalio die Freude über das Leadertrikot. Der 24-Jährige übernimmt Platz eins in der Gesamtwertung vom Italiener Giulio Ciccone. Zwei Minuten und 51 Sekunden beträgt sein Vorsprung gegenüber dem zweitklassierten Arrieta. Der Schweizer Jan Christen (Tages-26.), Arrietas Teamkollege, fällt vom zweiten auf den siebten Rang im Gesamtklassement zurück (6:16 Minuten Rückstand).