Darum gehts
- Massensturz 20 km vor Ziel bei Giro d'Italia-Etappe in Bulgarien
- Adam Yates gestürzt, Jay Vine und Marc Soler ins Spital gebracht
- Guillermo Silva siegt im Massensprint vor Stork und Ciccone
Auf der zweiten Etappe des Giro d'Italia von Burgas nach Weliko Tarnowo (Bul) kommt es gut 20 Kilometer vor dem Ziel zu einem Massensturz. In einer leichten Rechtskurve kommen abseits der Live-Übertragung knapp 20 Fahrer zu Fall. Einige bleiben liegen, nicht alle können das Rennen fortsetzen. Betroffen ist auch Adam Yates, der Sieger der Tour de Suisse 2024. Der britische UAE-Captain blutet, kann aber weiterfahren.
Das Rennen wird unterbrochen und ein paar Minuten später 17 Kilometer vor dem Ziel neu gestartet. Die Sturz-Szene wird im Fernsehen dann nachgereicht: Einem Fahrer des UAE-Emirates-Teams rutscht das Hinterrad weg. Er und diejenigen, die direkt hinter ihm fahren, krachen teils heftig in die Leitplanken am Strassenrand.
Kurz darauf wird bekannt, dass Jay Vine (UAE) das Rennen aufgeben muss. Ob der Australier den Massensturz ausgelöst hat, können die Bilder nicht abschliessend klären, da mit dem Spanier Marc Soler ein weiterer Fahrer des Teams beteiligt ist. Wie UAE-Teamchef Mauro Gianetti nach dem Rennen gegenüber Eurosport bestätigt, befinden sich die beiden auf dem Weg ins Spital.
Neben den beiden UAE-Cracks schaffen es mit Matteo Moschetti, Santiago Buitrago und Adne Holter drei weitere nicht ins Ziel. Bereits in der Startetappe kam es zu einem Massensturz, der jedoch weit weniger schwer ausfiel.
Uruguayer holt überraschend den Sieg
Im Kampf um den Tagessieg macht Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard (2022 und 2023) nach dem Neustart als erster Druck. Seinem Angriff können zunächst nur zwei Konkurrenten, Van Eetvelt und Pellizzari, folgen. Der Schweizer Jan Christen schafft es dann aber, die Lücke zur Spitze zuzufahren. Noch auf dem letzten Kilometer führt das Quartett das Rennen an, dann kommts zum Massensprint, den der uruguayische Überraschungsmann Guillermo Thomas Silva (Astana) vor dem Deutschen Florian Stork aus dem Schweizer Tudor-Team und dem Italiener Giulio Ciccone (Lidl) für sich entscheidet.