Das wars. Tadej Pogacar wird 2026 seine Grand-Tour-Trophäensammlung nicht komplettieren. Ein folgenschwerer Sturz auf der achten Vuelta-Etappe etwas mehr als 30 Kilometer vor dem Ziel in Xeraco wird dem fünffachen Tour-de-France-Gewinner und Giro-d'Italia-Sieger von 2024 zum Verhängnis. Videos zeigen, dass womöglich ein auf der Strasse herumliegender Stein dafür sorgt, dass der 27-Jährige im Peloton zu Fall kommt.
Der Träger des roten Trikots des Gesamtleaders versucht zwar noch einmal, sich aufs Rad zu setzen, bricht dieses Unterfangen aber sogleich wieder ab und verschwindet in einem Krankenwagen. Der Slowene blutet an der linken Schulter sowie im Gesicht und muss die Spanienrundfahrt, die er zuvor derart dominiert hat, aufgeben.
Pogacar gewann die erste, die vierte und die sechste Etappe. Im Gesamtklassement betrug sein Vorsprung gegenüber dem zweitklassierten Enric Mas bereits fast vier Minuten. Mas ist nun nach der Pogacar-Aufgabe der neue Vuelta-Leader. Der Spanier führt 71 Sekunden vor dem Österreicher Felix Gall und deren 93 vor dem Slowenen Primoz Roglic. In Xeraco entscheidet der Franzose Bryan Coquard die Flachetappe im Massensprint für sich.
Im September steigt im kanadischen Montréal die WM. Jetzt ist mehr als fraglich, ob Pogacar da an den Start gehen und seinen Titel verteidigen kann. Sein Team wird im Laufe des Abends informieren.