Darum gehts
- Am Sonntag startet Paris–Roubaix
- Fans stehlen Pflastersteine, hinterlassen gefährliche Löcher, Risiko für Fahrer enorm
- Strecke wird vor Start erneut kontrolliert
Am Sonntag (ab 10.30 Uhr) steht mit Paris–Roubaix einer der prestigeträchtigsten Klassiker des Radsports an. Charakteristisch für das über 250 Kilometer lange Eintagesrennen sind die berüchtigten Abschnitte auf Kopfsteinpflaster. Doch genau in diesen Passagen herrscht jetzt helle Aufregung.
Denn wie «Eurosport» berichtet, kamen einige Radsport-Fans auf die wahnsinnige Idee, Pflastersteine als Souvenirs zu stehlen. Das Problem: Den Stein-Dieben scheint nicht bewusst zu sein, dass sie dadurch gefährliche Löcher in der Strecke hinterlassen – sehr zum Unmut der Organisatoren. Thierry Gouvenou, der Verantwortliche für den Rad-Klassiker, zeigt sich fassungslos: «Es ist unverständlich, dass diese Leute nicht über die Folgen ihres Handelns nachdenken.»
«Das Rennen ist schon so schwer genug»
Der besorgte Rennleiter gibt sich alarmiert: «Das kann tödlich eenden. Stellen Sie sich vor, was passieren würde, wenn Fahrer mit ihren Rädern in einem solchen Loch hängen bleiben würden. Sie durchqueren die Kopfsteinpflasterabschnitte teilweise mit mehr als 50 km/h.»
Die Herausforderung des Rennens solle schliesslich die Strecke selbst sein und nicht etwa durch Diebstahl entstandene Hindernisse: «Wir wollen ein schönes Rennen erleben. Aber die Strecke muss intakt sein. Das Rennen ist schon so schwer genug», so Gouvenou.
Um die Sicherheit zu gewährleisten, werden laut dem Rennleiter alle Kopfsteinpflasterabschnitte vor dem Start noch einmal kontrolliert. Dafür sind nun Sonderschichten notwendig.