«Nichts mit Skicross zu tun!»
Deutsche toben wegen Regez-Aktion und fordern hohe Busse

Während Alex Fiva über Bronze jubelt, muss sich Teamkollege Ryan Regez unschöne Dinge anhören. Der Schweizer zeigt sich nach dem Olympia-Rennen selbstkritisch.
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Lange sah es im Halbfinal nach einem souveränen Start-Ziel-Sieg von Skicrosser Ryan Regez aus.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Skicrosser Ryan Regez wird von den Deutschen scharf kritisiert
  • Sein Verhalten im Halbfinal sorgt für riesige Diskussionen
  • Der Schweizer ist enttäuscht und gibt seinen Fehler später zu
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Nicola AbtReporter Sport

Die Deutschen sind nach dem Olympia-Rennen stinksauer. «Das hatte nichts mehr mit Skicross zu tun!», poltert Cornel Renn (27) im Zielraum. Verärgert hat ihn eine Aktion des Schweizers Ryan Regez (33). Was ist passiert? Zum vieldiskutieren Zwischenfall kam es im Halbfinal.

Der Berner Oberländer startet einmal mehr wie eine Rakete. Lange führte Titelverteidiger Regez das Feld souverän an. Bis er nach einem Sprung wegen des vielen Neuschnees etwas gar früh aufkam. Ein Tempo-Killer. Rechts raste Teamkollege Alex Fiva (40) an ihm vorbei. Gleiches versuchte auch der Deutsche Tim Hronek. 

Doch Regez kam aus dem Gleichgewicht und blockierte Hronek mit seinem Arm am Hals. Beide verloren an Schwung und blieben im Halbfinal hängen. Ein Rennunfall oder Absicht? «Das war einfach unsportlich und kostet den Timi den Finaleinzug oder die mögliche Medaille. Was soll man da jetzt noch sagen, so etwas habe ich noch nie erlebt», meinte der derzeit verletzte Skicrosser Tobias Müller als Experte der ARD.

Entschuldigung beruhigt die Deutschen nicht

Die Rennleitung sah es ähnlich. Regez wurde für sein Vergehen mit einer Gelben Karte gebüsst und durfte nicht zum kleinen Final antreten. «Für solche Sachen müssen hohe Geldstrafen her. Da braucht es klare Abschreckung», fordert Cornel Renn.

Und was sagt Regez? Der stapft enttäuscht in Richtung Mixed Zone. Einmal angekommen, spricht der Schweizer Klartext: «Meine Aktion war unsportlich. Ich nahm ihn voll aus dem Rennen. Das tut mir mega leid. Wenn ich könnte, würde ich es gerne rückgängig machen.» 

Starke Worte, welche die Deutschen aber nicht besänftigen können. Einige Minuten nach Regez erscheint Hronek bei den Journalisten. Auf die Entschuldigung des Schweizers angesprochen, winkt dieser ab. «Das bringt mir am Ende des Tages genau gar nichts. In meinen Augen war seine Aktion ziemlich unsportlich.» 

So ist Regez der Bösewicht, obwohl es lange so aussah, als würde er der grosse Held werden. Der Berner brillierte in den Setzläufen mit der besten Zeit. Auch seinen Viertelfinal gewann er souverän. «Es ist brutal frustrierend. So viele Freunde und Familienmitglieder sind hier und ich konnte nicht abliefern. Es war ein Fehler zu viel», erklärt er mit zittriger Stimme. 

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