Darum gehts
- Gewisse Athleten und Nationen wohnen nicht in den Olympischen Dörfern
- Freestyle-Superstar Andri Ragettli schläft am Boden – wegen kleiner Betten
- Die Österreicher hingen rund um ihr Hotel Fahnen und Bilder ihrer Athleten auf
Für gewisse Athleten dürften sich die Olympischen Spiele fast wie ein normaler Wettkampf anfühlen. Anders als bei früheren Grossanlässen gibt es in Italien kein riesiges Olympisches Dorf. Stattdessen wurden mehrere kleine olympische Dörfchen direkt an den Wettkampforten eingerichtet.
Einzelne Nationen lehnten dieses Angebot aber ab und leben in Hotels – wie im Weltcup. Nicht so das Schweizer Freestyle-Team rund um Superstar Andri Ragettli. Der Bündner zählt zu den grössten Schweizer Medaillenhoffnungen dieser Spiele.
Im Slopestyle gehört Ragettli seit Jahren zur Weltspitze. Siege und Podestplätze hat er reihenweise gesammelt. Doch etwas fehlt ihm noch: eine olympische Medaille. Um sich diesen Traum zu erfüllen, setzt der Internet-Star jedoch auf eine eher ungewöhnliche Erholungsmassnahme. Ragettli schläft nämlich nicht im Bett, sondern am Boden!
Österreicher sind nicht zu übersehen
Den ungewöhnlichen Schlafplatz machte Ragettli selbst öffentlich. Auf TikTok nahm er seine Fans mit auf die Reise nach Livigno. Dabei zeigte er auch sein Zimmer. Statt im Bett liegt der Bündner auf einer Matratze am Boden. «Ich bin ein grosser Mann, deshalb mag ich es nicht, in den kleinen Betten zu schlafen. Ich schlafe lieber am Boden», erklärt der 1,84 Meter grosse Freestyler.
Ragettli ist längst nicht nur Freestyler, sondern auch Internet-Star. Er lässt seine Community nahe heran, auch an Olympia. Neben dem Schlafplatz zeigt er im Video, was Athleten bei der Ankunft erhalten: Pins zum Tauschen und ein neues Smartphone. «Das ist krank!», sagt Ragettli und lacht.
Er teilt sich das Zimmer mit seinem Teamkollegen Fabian Bösch (28). Die beiden sind am Samstag erstmals in der Slopestyle-Qualifikation im Einsatz. Während sich die Schweizer für ein wenig Olympia-Feeling entschieden haben, hausen die Österreicher abgelegen von allen anderen.
Ihr Hotel in Predazzo ist aber nicht zu übersehen. Fahnen und Bilder der Skisprung-Hoffnungen Daniel Tschofenig (23) und Jan Hörl (27) machen deutlich, wer hier wohnt. Die Schweizer Skispringer haben sich derweil für das Olympische Dörfchen entschieden.