Möller stürzt heftig im Abfahrtstraining
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Mit Helikopter abtransportiert:Möller stürzt heftig im Abfahrtstraining

Nur Duo schneller als Odermatt
Norweger-Sturz überschattet erstes Abfahrts-Training

Fredrik Möller stürzt in Bormio – der Norweger muss mit dem Helikopter abtransporiert werden. Marco Odermatt ist schnellster Schweizer, Bestzeit stellt der Amerikaner Cochran-Siegle auf.
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Fredrik Möller wird für den Abtransport per Helikopter vorbereitet.
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Die Wetterprognosen verheissen im Vorfeld nichts Gutes. Es wird befürchtet, dass das erste Abfahrtstraining nicht wie geplant gefahren werden kann. Und obwohl sich der Himmel über Bormio (It) bewölkt zeigt und bis zur letzten Sekunde an der Piste gearbeitet wird, startet das Training pünktlich um 11.30 Uhr. Damit hat das Olympia-Abenteuer für die Skifahrer offiziell begonnen.

Das letzte Risiko gehen die Athleten nicht. Müssen sie auch nicht. Zumal die Sicht schlecht ist und die Piste schon früh von Schlägen gezeichnet. Viele richten sich bereits ein gutes Stück vor der Ziellinie auf. Auch Marco Odermatt. Der Nidwaldner hält sich zurück, ist aber dennoch auf Zug unterwegs. Und am Ende der schnellste Schweizer. Als er ins Ziel kommt, nimmt er Vincent Kriechmayr sechs Zehntel ab. Unmittelbar hinter Odermatt reiht sich Alexis Monney ein – der allerdings ein Tor auslässt.

Duo schneller als Odermatt

Crans-Montana-Sieger Franjo von Allmen hält sich ebenfalls zurück. Mit einer Sekunde Rückstand ist er dennoch vorne dabei. Stefan Rogentin und Niels Hintermann sind hingegen schon etwas mehr gefordert. Auch wenn sie noch nicht voll im Rennmodus fahren – die beiden machen im zweiten Training am Donnerstag den letzten Schweizer Startplatz für die Medaillenjagd unter sich aus. Im ersten Trainingslauf entscheidet Rogentin das Duell klar für sich. 1,24 Sekunden büsst er auf die Bestzeit ein – Hintermann handelt sich einen Rückstand von 2,06 Sekunden ein.

Resultat des 1. Trainings

1. Ryan Cochran-Siegle (USA) 1:56,08
2. Giovanni Franzoni (It) +0,16
3. Marco Odermatt (Sz) +0,40
4. Alexis Monney (Sz) +0,66
5. Dominik Paris (It) +0,94
6. Vincent Kriechmayr (Ö) +1,00
7. Franjo von Allmen (Sz) +1,01
8. Stefan Rogentin (Sz) +1,24
9. Stefan Babinsky (Ö) +1,31
10. Jeffrey Read (Ka) +1,37

Ferner

18. Niels Hintermann (Sz) +2,06

Stand nach 32 Fahrern

1. Ryan Cochran-Siegle (USA) 1:56,08
2. Giovanni Franzoni (It) +0,16
3. Marco Odermatt (Sz) +0,40
4. Alexis Monney (Sz) +0,66
5. Dominik Paris (It) +0,94
6. Vincent Kriechmayr (Ö) +1,00
7. Franjo von Allmen (Sz) +1,01
8. Stefan Rogentin (Sz) +1,24
9. Stefan Babinsky (Ö) +1,31
10. Jeffrey Read (Ka) +1,37

Ferner

18. Niels Hintermann (Sz) +2,06

Stand nach 32 Fahrern

Schnellster ist der Amerikaner Ryan Cochran-Siegle, der am Sonntag in Crans-Montana Dritter wurde. Knapp hinter ihm reiht sich Giovanni Franzoni ein, der Odermatt 24 Hundertstel abnimmt.

Norweger stürzt

Für einen Schreckmoment sorgt Fredrik Möller. In einer Linkskurve legts ihn in den Schlägen hin. Er stürzt, verliert dabei einen Ski. Immerhin landet er nicht im Netz. Aber der Norweger bleibt danach vorne übergebeugt stehen, lässt den linken Arm hängen. Schon in Gröden ist er gestürzt, hat sich einige Zähne abgebrochen und ein paar kleine, aber stabile Brustwirbel-Frakturen erlitten. Wie bitter wäre das, wenn er sich erneut verletzt hat. Sanitäter kommen zu ihm kümmern sich um Möller und machen ihn für den Abtransport mit dem Helikopter bereit. Dafür wird ihm eine Halskrause angelegt.

Das Training im Ticker zum Nachlesen

vor 37 Minuten

Fredrik Möller

Der Norweger sorgt für einen Schreckmoment. In einer Kurve rutscht er weg und stürzt. Danach bleibt er vorne übergebeugt stehen, lässt vor allem den einen Arm ziemlich hängen. Ob er sich an der Schulter weh getan hat? Auf die ist er ziemlich heftig gefallen. Bleibt zu hoffen, dass er sich nicht schlimmer verletzt hat.

vor 43 Minuten

Christof Innerhofer

Für Christof Innerhofer sind die Olympischen Spiele daheim noch ein Highlight in seiner Karriere. Der 41-Jährige fährt mit Startnummer 29 auf Rang 13. Noch ist nicht klar, ob der italienische Altmeister auch im Rennen zum Zug kommen wird.

vor 47 Minuten

Positionen sind bezogen

Ryan Cochran-Siegle führt weiter vor Giovanni Franzoni und Marco Odermatt. Von den höheren Startnummern fährt kaum mehr einer vorne rein. Der Österreicher Stefan Babinsky liegt mit Startnummer 22 auf Rang 9 – die zweithöchste Nummer in den Top 10 trägt Dominik Paris. Der Italiener ist mit Nummer 14 auf Zwischenrang 5 gefahren.

11:59 Uhr

Nils Alphand

Plötzlich sucht die Kamera den Franzosen. Wo ist er? Irgendwann taucht er wieder im Bild auf. Und man sieht: Er fährt nicht mehr richtig, hält sich stattdessen die Hand. Er hat sie angeschlagen und hat offensichtlich Schmerzen. Bleibt zu hoffen, dass er sich nicht ernsthaft verletzt hat.

11:55 Uhr

Aktuelle Zwischenrangliste

11:55 Uhr

Giovanni Franzoni

Zuletzt hat er in Wengen und Kitzbühel jeweils die Bestzeit im Training aufgestellt. Heute ist Giovanni Franzoni einer der wenigen, der durchzieht. Um Cochran-Siegle zu knacken, reichts nicht. Aber er reiht sich mit 0,16 Sekunden Rückstand vor Marco Odermatt ein.

11:54 Uhr

Ryan Cochran-Siegle

Der Amerikaner ist oben langsamer als Odermatt. Dafür hat er im Schlussabschnitt Topspeed. Das reicht, um deutlich in Führung zu gehen. Vier Zehntel nimmt der Amerikaner dem Schweizer ab.

11:51 Uhr

Franjo von Allmen

Ähnliches Bild bei Franjo von Allmen. Er drückt nicht allzu sehr an, ist trotzdem auf Zug unterwegs. Mit dem frühen Aufrichten fällt er noch etwas zurück. Mit 0,61 Sekunden Rückstand ist er eine Hundertstel langsamer als der Österreicher Kriechmayr. Auf Rang 3 liegend ist er aktuell der einzige Nicht-Schweizer in den Top 5.

11:50 Uhr

Alexis Monney

Den Druck, sich noch fürs Rennen zu qualifizieren, hat Alexis Monney seit Dienstagabend nicht mehr. Die Trainer haben ihm den Startplatz bereits zugesichert. Entsprechend kann auch er locker ins Training gehen. Er lässt ein Tor aus und reiht sich 0,26 Sekunden hinter Odermatt auf Platz 2 ein.

11:48 Uhr

Marco Odermatt

Marco Odermatt hält sich zurück, er fährt aber trotzdem alles auf Zug. Und ist so schneller als die bisherigen Fahrer. Auch er richtet sich früh auf. Und nimmt Kriechmayr dennoch sechs Zehntel ab.

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