«Hätte das auch gerne erlebt»
Vater von Bronze-Held Fiva offenbart Schicksalsschlag

Selbst Alex Fiva hat so etwas noch nie erlebt. Der 40-jährige Skicrosser schildert nach Olympia-Bronze seinen brutal harten Tag. Im Ziel konnte er dann seine Liebsten umarmen – doch jemand wurde schmerzlichst vermisst.
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Nach Olympia-Silber hat Skicrosser Alex Fiva jetzt auch noch Bronze gewonnen.
Foto: Wolfgang Grebien/GEPA/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Alex Fiva gewinnt Olympia-Bronze im Skicross trotz schwieriger Bedingungen
  • Seine Mutter verstarb 2023, Vater unterstützte ihn emotional im Zielraum
  • Der zweitplatzierte Italiener trug eine rührende Geste auf seinem Helm
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Nicola AbtReporter Sport

Dass er nicht nur Schweizer Wurzeln hat, verrät Alex Fiva (40) unfreiwillig nach seinem Bronze-Ritt. Der Skicrosser soll aus Rücksicht auf die welschen Journalisten Hochdeutsch sprechen. Stattdessen erklärt er in einem akzentfreien Englisch, dass sein Setzlauf sehr gut war. Als es Fiva realisiert, muss er lachen. 

Es sei ihm verziehen, schliesslich wurde er in den USA geboren. Als Sohn einer Au-pair aus dem Bündnerland und eines Elektrikers aus Norwegen erblickte er im kalifornischen Newport Beach das Licht der Welt. Sein Vater John drückte ihm im Zielraum in Livigno ganz fest die Daumen. Leider musste er das alleine tun, wie er nach der zweiten Olympia-Medaille seines Sohnes verrät. 

Krämpfe nach dem ersten Lauf

Vor drei Jahren ist die Mutter von Fiva verstorben. «Sie hätte das hier gerne auch erlebt und hätte bestimmt sehr viel Freude daran gehabt», sagt er. Von ganz weit oben dürfte sie ihren Sohn genauso stark unterstützt haben, wir ihr Mann im Zielraum.

Dieser konnte vor lauter Nervosität nicht stillstehen. «Zum Glück lief gute Musik. So konnte ich wenigstens so tun, als würde ich mich im Takt bewegen.» Kaum vom Fleck kam Fiva auf der Piste. Der starke Schneefall auf der eh schon flachen Strecke bremste die Fahrer ein. «So etwas habe ich noch nie erlebt», erklärt der Bündner. 

Teilweise sprangen die Athleten wie Skispringer über die Schanzen, um halbwegs im Steilen zu landen. «Nach dem Viertelfinale musste ich alles umstellen.» Von da an drückte er jede Welle. Was brutal viel Energie kostete. «Es war unglaublich anstrengend. Bereits nach dem dem ersten Lauf hatte ich Krämpfe. Ich wusste nicht, ob ich das überlebe», meint er schmunzelnd. 

Rührende Geste vom Italiener

Im Final reichte seine Kraft sogar noch fast für die Silbermedaille. Erst kurz vor Schluss wurde der Schweizer von Federico Tomasoni (28) überholt. Der Italiener fiel im Olympia-Rennen nicht nur durch seine fantastische Leistung auf. Zu reden gab auch sein Helm. Darauf ist eine strahlende Sonne zu sehen. Ein Symbol für die Stiftung Matildina4Safety.

Diese wurde nach dem Todesfall von Ski-Talent Matilde Lorenzi (†19) im letzten Oktober ins Leben gerufen. Während Italien eine grosse Nachwuchshoffnung verlor, musste sich Tomasoni für immer von seiner Freundin verabschieden. Wenig später wurde die Stiftung ins Leben gerufen. Sie soll die Sicherheit auf den Ski-Pisten verbessern. 

Wann kommt der Rücktritt?

Vor Fiva und Tomasoni fuhr der Italiener Simone Deromedis (25) über die Ziellinie. Während die beiden Einheimischen in vier Jahren mit grosser Sicherheit noch einmal im Start-Gate stehen werden, ist das bei Fiva ausgeschlossen.

Seine Karriere wird mit zwei Olympia-Medaillen zu Ende gehen. Doch ist bereits nach diesem Winter Schluss? «Ich geniesse jetzt einfach diesen Moment. Ich habe keine Ahnung, was ich in Zukunft machen werde», sagt der zweifache Familienvater. 

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