Achtelfinal-Sieg in zwei Sätzen gegen Spanierinnen
«Jetzt haben wir nichts mehr zu verlieren!»

Nach Böbner/Vergé-Dépré schaffts auch unser zweites Beachvolleyball-Duo in den Olympia-Viertelfinal. Hüberli/Brunner gewinnen in zwei Sätzen gegen die Spanierinnen Liliana/Paula.
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Abklatschen: Die Schweizerinnen Tanja Hüberli und Nina Brunner (r.) stehen im Olympia-Viertelfinal.
Foto: AFP

Mit Tanja Hüberli und Nina Brunner zieht auch das zweite Schweizer Beachvolley-Team in den Viertelfinal des Olympia-Turniers ein. Sie gewinnen 2:0 (23:21, 21:16) gegen die Spanierinnen Liliana Fernandez/Paula Soria. Aber es ist ein hartes Stück Arbeit. Nach einer makellosen und überragenden Gruppenphase stottert der Motor zunächst etwas.

Die Spanierinnen visieren mit ihren Service Blockspielerin Hüberli an, die sich darauf einstellen muss. Sowohl Liliana als auch Paula schlagen Asse. Die Schweizerinnen müssen sich justieren, haben starke Phasen mit mehreren Punkten am Stück. Sie lassen sich das Spiel nicht entreissen. Brunner bleibt konstant und zieht auch Hüberli wieder mit.

Erster Satz umkämpft, zweiter nicht

Die hartnäckige Gegenwehr im ersten K.o.-Spiel fordert noch mehr Überzeugung von ihnen. In einer starken Phase der Schweizerinnen nehmen Liliana/Paula ihr Timeout, danach folgt ein kurzes Aufbäumen, das Hüberli/Brunner ins Timeout treibt. Mit ihrer Feldübersicht gleicht Brunner zum 19:19 aus. In der engen Schlussphase vergeben die Spanierinnen zwei Satzbälle. Die Schweizerinnen gewinnen 23:21, weil Liliana das Netz berührt. Das Duo behält auch in diesen entscheidenden Momenten die Ruhe. «Wir haben den Druck der Spanierinnen gespürt und sind sehr zufrieden, dass wir den Kopf nicht verloren haben und auch schwierige Momente überstanden haben. Das wird uns im weiteren Turnierverlauf sicher helfen», resümiert Brunner nach der Partie.

Im zweiten Satz ist die Ausstrahlung des Schweizer Duos eine andere. Das Selbstbewusstsein ist zurück, weil Hüberli/Brunner im Spiel angekommen sind und wissen, wie sie mit ihren Gegnerinnen umgehen müssen. Sie ziehen das Tempo an und liegen 8:2 in Front. Dass sie später mit dem Schiedsrichter über eine Challenge, die sie genommen und verloren haben, debattieren, bringt sie nur kurz vom Fokus ab.

Danach zeigen sie jenes entschlossene und variable Spiel und ihre Bälle haben Schmackes, mit dem sie in der Vorrunde schon überzeugt haben und lassen die Spanierinnen nicht mehr zurückkommen. Der 21:16-Satzsieg bedeutet den Viertelfinal-Einzug.

Nichts zu verlieren

«Wir freuen uns einfach, nochmal ein Spiel auf diesem Feld spielen zu dürfen. Es ist ein Privileg, unser Land hier zu vertreten. Ich glaube, wir haben jetzt auch nichts mehr zu verlieren», sagt Hüberli nach der Viertelfinal-Quali. Dort wartet am Dienstag entweder das italienische Duo Gottardi/Menegatti (Weltnummer 12) oder Hughes/Cheng (4) aus den USA. Noch zwei Siege sind die Innerschweizerinnen von einer Olympiamedaille entfernt. Es wäre die zweite in Folge nach Bronze von Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré vor drei Jahrein in Tokio.

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