Olympia-Fahrerin sitzt nach OP-Komplikationen im Rollstuhl
«Ich war im Grunde eine Stunde lang tot»

Eigentlich erwarteten alle, dass die italienische Mountainbike-Fahrerin Chiara Teocchi nach einem Sturz bald wieder Rennen fährt. Jetzt berichtet die Olympia-Teilnehmerin von dramatischen Entwicklungen.
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Auf dem Bike gehört Chiara Teocchi (vorne) seit Jahren zur Weltspitze. Die Italienerin feierte zahlreiche Erfolge im Cross-Country-Weltcup.
Foto: Pascal Muller/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Chiara Teocchi stürzte am 5. Juli in La Thuile schwer
  • Nach Herzstillstand kämpften Ärzte eine Stunde um ihr Leben
  • Spendenziel für Rehabilitation: 70'000 Euro, unterstützt von Nino Schurter und Alessandra Keller
Lynn Piubel
Lynn PiubelReporterin Sport

Am 5. Juli stürzte die italienische Mountainbike-Fahrerin Chiara Teocchi (29) beim Cross-Country-Weltcup in La Thuile (I) schwer. Die Italienerin wurde zunächst in ein Spital in Aosta gebracht. Später musste sie nach Bergamo verlegt werden.

Nach den ersten Behandlungen wurde bei Teocchi eine Verletzung am Rückenmark festgestellt. Eine Operation war unumgänglich. Es sollte der Beginn eines Dramas sein.

Während des Eingriffs bei der Bikerin kam es zu Komplikationen. Wie Teocchi nun berichtet, habe sie auf ein Medikament allergisch reagiert und erlitt anschliessend einen Herzstillstand. Rund eine Stunde lang hätten die Ärzte um ihr Leben gekämpft. «Ich war im Grunde eine Stunde lang tot», sagte die 29-Jährige in einem Video, das sie Ende August auf Instagram veröffentlichte. Nur dank des medizinischen Teams habe sie überlebt. «Ihretwegen bin ich überhaupt noch hier», erklärt Teocchi weiter.

Die Folgen des Unfalls und der OP-Komplikationen sind schwerwiegend. Teocchi sitzt derzeit im Rollstuhl und befindet sich in der Reha. Ob und wann sie wieder gehen kann, ist offen. «Ich arbeite sehr hart daran, wieder gehen zu können», sagt sie. Auch eine Rückkehr auf das Mountainbike ist für die Italienerin ein langfristiges Ziel.

Die Mountainbike-Welt unterstützt sie

Teocchi gehört seit Jahren zur internationalen Cross-Country-Elite. Sie stand bereits auf einem Weltcup-Podest und nahm 2024 an den Olympischen Spielen in Paris teil, wo sie den elften Rang belegte. Nun hat sich ihr Fokus grundlegend verändert.

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Die anstehende Rehabilitation und die medizinische Versorgung sind mit hohen Kosten verbunden. Deshalb wurde die Spendenaktion «Chiara’s Journey to Recovery» ins Leben gerufen. Das Ziel der Kampagne liegt aktuell bei 70’000 Euro. Auch prominente Namen aus der Mountainbike-Szene unterstützen die Italienerin. Unter anderem teilen Schweizer Stars wie Nino Schurter und Alessandra Keller den Spendenaufruf in ihren Profilen auf den sozialen Medien.

Während in Val di Sole zuletzt die Weltmeistertitel vergeben wurden, verfolgte Teocchi das Geschehen aus einer anderen Perspektive. Für sie geht es derzeit nicht um Medaillen oder Sekunden. Ihr grösstes Rennen findet abseits der Rennstrecke statt: in der Rehabilitation und im Kampf zurück in ein möglichst selbständiges Leben.

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