Unfassbare Rekordserie endet
Seewer sorgt mit Ducati-Aus für Knall in der Motocross-WM

Motocross-Star Jeremy Seewer und Ducati trennen sich mit sofortiger Wirkung. Nach enttäuschenden Leistungen ist das Projekt gescheitert. Der 13-fache GP-Sieger aus Bülach ZH startet schon am Wochenende nicht mehr in der WM.
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Ein Trauerspiel in der Motocross-WM: Jeremy Seewer (hier ein Trainingssturz in Frankreich) und seine Ducati waren 2026 alles andere als eine harmonierende Kombination.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jeremy Seewer und Ducati trennen sich per sofort nach desaströsen Resultaten
  • Der Zürcher ist seit 2014 unfassbare 229 Grands Prix in Folge gefahren
  • Nur WM-Rang 22: Kein Podestplatz 2026, Ducati-Projekt gescheitert
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Zuletzt gab es beim Frankreich-GP nur die Ränge 21 und 16. Solche Ergebnisse und der WM-Rang 22 sind für Motocross-Star Jeremy Seewer (31) als fünffacher Vizeweltmeister eigentlich ein schlechter Witz – jetzt endet das Trauerspiel des Schweizers im Ducati-Werksteam mit einem Knall. Seewer und die Italiener trennen sich per sofort, wie beide Seiten bekannt geben. Schon am Wochenende beim Deutschland-GP steht der 13-fache GP-Sieger aus Bülach ZH nicht mehr am Start.

Sein Projekt mit Ducati ist krachend gescheitert. Die in der MotoGP erfolgreiche Marke stieg 2025 erstmals in die MXGP und damit in die Motocross-Königsklasse ein. Nachdem Seewer im ersten Ducati-Jahr immerhin noch zweimal aufs Podest steigen konnte, ging es 2026 mit Vollgas in die grosse Krise.

Die Trennung ist auch eine Erlösung

Seewer fühlte sich auf dem Töff komplett unwohl, egal was man auch entwickelte und herumschraubte. Und gleichzeitig waren seine beiden Teamkollegen zwar auch nicht in Podestnähe unterwegs, aber doch schneller.

Die Trennung ist für beide Seiten das Eingeständnis, dass man keinen Weg aus der Sackgasse mehr sah, aber auch eine Erlösung. Noch im Mai lieferte Seewer zwei Grands Prix in Folge ab, die beide komplett ohne WM-Punkte endeten. Ein Desaster für einen Piloten, der die letzten Jahre auf Yamaha und Kawasaki praktisch auch im Schlaf konstant in die Top-Ten und oft in die Top-5 fuhr.

Zwölf Jahre lang keinen Grand Prix verpasst

Mit dem Ducati-Aus endet eine unfassbare Serie. Seewer war unangefochten Rekordhalter, was gefahrene GPs in Folge in der Motocross-WM angeht. Der Zürcher bestritt seit zwölf Jahren jeden einzelnen WM-Event. Das ist im Knochenbrecher-Sport Motocross schlicht ein Wunder. Jetzt endet Seewers beispiellose Serie nach 229 Grands Prix – vorläufig.

Dass er schon am Wochenende sofort bei einem anderen GP-Team andockt und womöglich einen verletzten Fahrer ersetzt, wird nicht passieren. Auch der in der Gerüchteküche kolportierte Wechsel in die hochklassige amerikanische Motocross-Meisterschaft wird zumindest nicht per sofort auf den Auftakt an diesem Wochenende im kalifornischen Pala passieren. Klar ist nur: Seewer will weiterfahren. Die Frage ist, wo.

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