Wer sind die heissen Schweizer Eisen?
Allen voran Ditaji Kambundji (23). Die Bernerin ist die amtierende Weltmeisterin über 100 Meter Hürden und Vize-Hallen-Weltmeisterin über 60 Meter Hürden. Sie gehört auch dieses Mal zu den Top-Favoritinnen. Auch Simon Ehammer (26) reist mit grossen Ambitionen an. Der Appenzeller gewann 2024 Hallen-WM-Gold im Siebenkampf. Im Stabhochsprung zählt Angelica Moser (28) zu den konstantesten Athletinnen Europas. Die Zürcherin hat bereits WM-Bronze gewonnen und sich in den letzten Jahren endgültig in der Weltspitze etabliert. Ebenfalls eine Medaillenanwärterin ist Annik Kälin (25). Die Bündnerin holte zuletzt WM-Silber in der Halle.
Und dann wäre da noch ein junges Talent: Audrey Werro (21). Die Freiburgerin hat sich über 800 Meter in den letzten Jahren rasant entwickelt und ist 2026 bereits in Bestform unterwegs – sie verbesserte gleich zweimal ihren Schweizer Hallenrekord (erst auf 1:57,49 min, dann auf 1:57,27 min), was ihr eine der besten Leistungen der Saison weltweit und einen sicheren Startplatz an der Hallen‑WM in Torun eingebracht hat. Sie könnte in Polen ihre erste Medaille an einem Grossanlass holen.
10:20 Weitsprung (Annik Kälin)
17:55 Stabhochsprung (Angelica Moser)
19:53 800 Meter, Final Frauen (eventuell Audrey Werro, Valentina Rosamilia)
20:13 60 Meter Hürden, Final Frauen (eventuell Ditaji Kambundji, Larissa Bertényi)
10:20 Weitsprung (Annik Kälin)
17:55 Stabhochsprung (Angelica Moser)
19:53 800 Meter, Final Frauen (eventuell Audrey Werro, Valentina Rosamilia)
20:13 60 Meter Hürden, Final Frauen (eventuell Ditaji Kambundji, Larissa Bertényi)
Und international? Stabhochspringen Armand Duplantis (26). Ob der Schwede an der Hallen-WM zum sechzehnten Mal seinen Rekord brechen wird? Auch die britische Olympiasiegerin über 800 Meter, Keely Hodkinson (24), ist am Start. Eine Medaille bei einer Hallen-WM fehlt ihr noch. Nicht so die Ukrainerin Jaroslawa Mahutschich (24): Die Hochspringerin gewann schon alles, was man gewinnen kann.
Was sagt die Bilanz der letzten Jahre?
Die Schweizer Leichtathletik hat in der Halle zuletzt regelmässig abgeräumt. Bei der Hallen-WM 2025 in Nanjing gab es gleich vier Medaillen: Gold für Mujinga Kambundji, Silber für Ditaji Kambundji und Annik Kälin sowie Bronze für Angelica Moser. Ein Jahr zuvor in Glasgow gewann Simon Ehammer Gold im Siebenkampf. Bei der Hallen-WM 2022 in Belgrad holte die Schweiz drei Medaillen – darunter Gold für Mujinga Kambundji über 60 Meter. Die Ausgangslage ist also klar: Die Schweiz gehört inzwischen in der Halle zur erweiterten Weltspitze.
Was ist das Schweizer Ziel?
Philipp Bandi, Chef Leistungssport von Swiss Athletics, zeigt sich optimistisch: Die selektionierten Athletinnen und Athleten hätten zuletzt mit starken Leistungen überzeugt und sollen diese nun an der Hallen-EM bestätigen. Das Ziel: mindestens zwei Medaillen.
Wird es sogar die erfolgreichste Hallen-WM der Geschichte?
Die Chancen auf fünf Medaillen stehen gut. Aber klar: Dann müssen alle Athletinnen und Athleten, die aussichtsreiche Podestanwärter sind, in Torun abliefern (Ehammer, Werro, Kambundji, Moser, Kälin). Wenn alles zusammenpasst, könnte die Delegation aus der Schweiz in Polen einen neuen Rekord aufstellen – und einmal mehr zeigen, wie stark die heimische Leichtathletik inzwischen geworden ist.
Wer fehlt?
Der holländische Superstar Femke Bol (25) musste kurzfristig absagen. Die 800-Meter-Läuferin kämpft seit Mitte Februar mit einer Sehne im Fuss und sagt alle Hallen-Wettbewerbe ab. Sie wolle sich ausruhen und sich auf die Freiluftsaison konzentrieren.
Aus Schweizer Sicht: Die amtierende Hallen-Weltmeisterin, Mujinga Kambundji, wurde Ende November zum ersten Mal Mutter. Ihr Ziel für das Comeback ist die Freiluft-EM in Birmingham im August. Hürdenläufer Jason Joseph (27) erfüllte die Selektionskriterien, verzichtete aber freiwillig auf den Start. Er konzentriert sich wie Femke Bol auf die Freiluftsaison. Sprinterin Salomé Kora (31) will nach ihrer strengen Winter- und Olympia-Saison im Bob erstmal in die Ferien.
Wie wichtig ist eine Hallen-WM?
Klar, Titelkämpfe im Freien und bei globalen Anlässen haben noch mehr Strahlkraft. Dennoch ist es äusserst attraktiv, sich Weltmeisterin oder Weltmeister in der Halle nennen zu dürfen – ein prestigeträchtiger Höhepunkt der Saison.
Wo liegt überhaupt Torun?
Gut zwei Autostunden nördlich von der polnischen Hauptstadt Warschau entfernt, direkt an der Weichsel. Knapp 200’000 Einwohner zählt die Stadt. Und 5000 Zuscherinnen und Zuschauer haben in der Arena Torun, wo die Hallen-WM stattfindet, Platz.
Wie kann man die WM verfolgen?
SRF überträgt am Freitag die Abendsession, am Samstag und am Sonntag die Morgen- und die Abendsession im TV oder im Stream.
10:20 Weitsprung (Annik Kälin)
17:55 Stabhochsprung (Angelica Moser)
19:53 800 Meter, Final Frauen (eventuell Audrey Werro, Valentina Rosamilia)
20:13 60 Meter Hürden, Final Frauen (eventuell Ditaji Kambundji, Larissa Bertényi)
10:20 Weitsprung (Annik Kälin)
17:55 Stabhochsprung (Angelica Moser)
19:53 800 Meter, Final Frauen (eventuell Audrey Werro, Valentina Rosamilia)
20:13 60 Meter Hürden, Final Frauen (eventuell Ditaji Kambundji, Larissa Bertényi)