Speerwerferin Hügli erlebt nach Traumquali Finalabsturz
«Mein schlechtester Wettkampf seit Langem»

Durch ihre Topweite in der Qualifikation vor zwei Tagen wurde Leonie Hügli plötzlich eine Sensationsmedaille im Speerwurf zugetraut. Am Sonntag dann die Enttäuschung im EM-Final: Rang zehn und Feierabend nach drei Runden.
Kommentieren
1/4
Enttäuschung: Leonie Hügli wird im Speerwurf-Final Zehnte.
Foto: keystone-sda.ch

«Das war mein schlechtester Wettkampf seit Langem. Ich kann nicht sagen, wieso.» Bei Leonie Hügli herrscht nach dem missglückten EM-Final im Speerwurf Ratlosigkeit: «Ich fühle mich fit, mir tut auch nichts weh.»

Nach drei Runden ist für die Bernerin als Zehnte bereits vorzeitig Schluss. Ihre 54,55 Meter reichen nicht aus, um als eine der acht Besten in Birmingham noch weitermachen zu dürfen. «Vielleicht sollte es einfach nicht sein.» In der Qualifikation glänzte sie noch mit der Bestweite.

Ja, diese 62,33 Meter vom Freitag, ein Schweizer Rekord, hatten zur Folge, dass plötzlich eine Sensations-Medaille irgendwie im Bereich des Möglichen erschien. Im Final überbietet nur die kroatische Siegerin Sara Kolak (62,43 m) diese Hügli-Marke.

Sie sei sogar ruhiger gewesen als vor der Qualifikation, versichert Hügli. «Ich war schon nervös, aber nicht schlimm. Und ich konnte mich gut konzentrieren», erklärt die 21-Jährige, die ein technisches Problem als Ursache für ihr frühes Aus vermutet: «Ich habe das Ende des Speers jeweils verloren. Mit dem Gegenwind war ich da chancenlos.»

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen