Darum gehts
- Swiss Athletics und Weltklasse Zürich planen eine Kandidatur für die Leichtathletik-EM 2034
- Die EM 2014 in Zürich gilt als Auslöser des Booms mit seither über sechs Medaillen im Schnitt
- Die Kandidatur für 2030 scheiterte an fehlendem Bundesgeld, die Vergabe 2034 folgt frühestens 2030
Die Leichtathletik-EM 2034 soll in Zürich stattfinden – zumindest, wenn es nach dem Willen von Swiss Athletics und den Organisatoren des Diamond-League-Meetings Weltklasse Zürich geht. Gemeinsam streben sie eine Kandidatur für die Titelkämpfe in acht Jahren an, wie aus einer Mitteilung am Freitag hervorgeht.
Es wäre der zweite Leichtathletik-Grossanlass in Zürich nach der EM 2014, die gemeinhin als wichtiger Auslöser eines Schweizer Leichtathletik-Booms gilt. In Zürich gab es für Swiss Athletics damals einmal Edelmetall – seither schauten für die Schweiz an kontinentalen Titelkämpfen im Schnitt jeweils über sechs Medaillen heraus.
Anlauf für EM 2030 früh gescheitert
Kein Wunder also, begründet Swiss-Athletics-Präsident Christoph Seiler den erneuten Anlauf mit dieser Entwicklung: «Die Leichtathletik-EM 2014 in Zürich war der Ursprung des aktuellen Hochs der Schweizer Leichtathletik. Mit einer neuerlichen Durchführung 20 Jahre danach wollen wir neue Impulse für die Schweizer Leichtathletik und im besten Fall für den gesamten Schweizer Sport setzen.»
Eigentlich hat sich Zürich schon für die EM 2030, die im Rahmen des Multi-Sport-Events European Championships in der Schweiz hätte stattfinden sollen, beworben. Der Bundesrat verweigerte aber die finanzielle Unterstützung für diesen Anlass, weshalb die Kandidatur zurückgezogen wurde.
Nun soll es einen neuen Anlauf für die EM vier Jahre später geben. Nach wie vor wird eine Einbindung in einen grösseren Event bevorzugt – daran gebunden ist die Kandidatur aber nicht mehr. Zeit dafür bleibt noch genug: Die Vergabe wird frühestens im Jahr 2030 erwartet.