Darum gehts
- Norwegens 4-mal-400-Meter-Mixed-Staffel gibt Goldmedaillen wegen Gravurfehler zurück
- Starläufer Karsten Warholm tobt: «Das ist inakzeptabel»
- Die Sieger erhielten daraufhin korrekt gravierte Exemplare
Gold gewonnen, Gold zurückgegeben. Kurioser Vorfall bei der Leichtathletik-EM in Birmingham: Norwegens siegreiche 4-mal-400-Meter-Mixed-Staffel gibt ihre Medaillen wieder ab – allerdings nicht etwa wegen einer Disqualifikation. Nein, Karsten Warholm (30), Amalie Iuel (32), Andreas Kulseng (25) und Henriette Jaeger (23) bleiben die offiziellen Europameister in dieser Disziplin. Der Grund für die Rückgabe ist eine Panne der Veranstalter.
Doch welcher Fehler unterlief den Organisatoren, den diese selbst als «fatal» bezeichneten und für den sie bereits um Entschuldigung baten?
Gravurfehler auf Medaillen
Der peinliche Fehler unterlief den Verantwortlichen bei der Gravur: Auf den Goldmedaillen wurde nämlich die falsche Lauf-Zeit verewigt. Statt der Siegerzeit von 3:09,62 Minuten stand dort die Zeit des Silber-Teams aus Grossbritannien (3:10,47). Starläufer Warholm entdeckte den Gravurfehler und fand dafür ein deutliches Wort: «inakzeptabel».
Gegenüber «NRK» tobte der Weltrekordhalter über die 400-Meter-Hürden: «Wir haben sehr hart für diesen grossen Erfolg gearbeitet, insbesondere für die erreichte Zeit, die sowohl ein norwegischer Rekord als auch ein Europameisterschaftsrekord ist. Diese Situation ist daher absurd.»
Allzu lange hielt der Ärger jedoch nicht an – die Freude über den EM-Titel überwiegt. Und ein Happy End gibts obendrauf. Denn mittlerweile sollen die Goldmedaillen ersetzt worden sein. Natürlich diesmal mit der richtigen Gravur auf dem Edelmetall.