«Das geht nicht!»
Ehammer nervt sich über Millionen-Event in Budapest

Trotz eines guten dritten Ranges zum Saisonabschluss an der neu eingeführten Ultimate Championship in Budapest bleibt Simon Ehammer ein Stück weit gefrustet zurück. Wegen eines nicht eingelösten Versprechens.
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Simon Ehammer ist trotz Platz drei nicht ganz zufrieden mit dem Saison-Finish.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Simon Ehammer wird Dritter bei der Ultimate Championship in Budapest
  • Er kritisiert die Wettkampforganisation wegen Überschneidungen bei den Disziplinen
  • Mit 8,07 m im Weitsprung gewinnt er 40'000 Dollar Preisgeld
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Marco PescioReporter Sport

Hallenweltmeister und Weltrekordhalter im Siebenkampf, Götzis-Sieger, EM-Silbergewinner im Weitsprung, Platz drei beim Diamond-League-Finale – und jetzt ebenfalls Dritter bei der Ultimate Championship in Budapest: Simon Ehammer (26) blickt auf eine grossartige, historische Saison zurück. Und doch muss er sich zum Schluss noch ärgern.

Der neu eingeführte, mit zehn Millionen dotierte Event in Budapest wird dem Appenzeller nicht in allerbester Erinnerung bleiben. Nicht wegen der Stimmung im National Athletics Centre, in dem vor drei Jahren auch die WM über die Bühne ging: «Die war genial, da müssen sie unbedingt dranbleiben», so Ehammer gegenüber SRF. Doch die Durchführung des neuen Mega-Anlasses? Die bringt ihn dazu, dass er im TV-Interview seinen ganzen Frust ablädt. Zunächst spricht er von einer «bescheidenen Leistung» von ihm selbst, dann deutet er an, dass «auch die Wettkampforganisation bescheiden» war.

Auf Nachfrage erklärt er schliesslich, dass in seinem Fall ein Versprechen der Veranstalter nicht eingelöst worden sei: «Es ist interessant. Es hiess, dass es bei diesem Event keine Überschneidungen der Disziplinen geben soll.» Doch genau als er – nach einem ungültigen Versuch zum Auftakt – seinen zweiten Sprung wagen wollte, kam das Startkommando für die 400 m Hürden. «Und trotzdem machen sie meine Bahn auf. Da denke ich mir dann: Ja, das kann ich jetzt schon machen. Aber erstens hiess es, dass wir hier eins nach dem anderen machen und zweitens will ich den anderen Athleten hier auch nicht reinklatschen.»

Ehammer kritisiert fehlende Rücksicht

Dennoch musste Ehammer seinen Sprung durchziehen. Sehr zum Ärger des Ostschweizers, der dem Platzverantwortlichen hinterher seine Meinung geigte: «Ich habe ihm gesagt, dass das nicht geht.» Und weiter: «Es nervt mich, wenn man vorher sagt, man wolle es athletengerecht machen und den Fokus auf die jeweiligen Disziplinen legen, um dann – an einem so wichtigen Punkt – keine Rücksicht zu nehmen.» Ehammer findet, es handle sich hier letztlich nur um ein kleines Detail und natürlich habe er im Anschluss noch zwei weitere Sprünge gehabt, die er hätte besser machen können: «Dennoch ist es ärgerlich, dass es so herauskam.»

So viel zur Organisation der Budapester Premiere, bei der auch der schwarz eingefärbte Rasen für Aufsehen sorgte. Im TV-Interview mit Ehammer spürt man allerdings auch heraus, dass ihn seine persönliche Leistung möglicherweise noch mehr fuchst. Die 8,07 m haben für Rang drei und einen ordentlichen Batzen von 40’000 Dollar gereicht. Gleichwohl gibt der Schweizer Rekordhalter (8,51 m) zu verstehen, dass dies nicht die Weiten sind, die er sich vorstellt und dass er sich nun auf das freut, was er nach dieser Top-Saison ganz bestimmt verdient hat: Endlich Ferien.

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