Beim ersten Diamond-League-Meeting der Leichtathletik-Saison sind drei Schweizer Athleten zum Auftakt in China am Start. Dabei handelt es sich um Ditaji Kambundji (23, 100 m Hürden Frauen), Joceline Wind (25, 1500 m Frauen) und Jason Joseph (27, 110 m Hürden Männer), die in Shanghai mit von der Partie sind.
Kambundji nach Rennen zufrieden
In ihrem ersten Meeting nach dem phänomenalen WM-Titel im September des letzten Jahres wird Ditaji Kambundji mit einer Zeit von 12,82 Sekunden in einem hochkarätigen Feld Fünfte. Die Siegerin aus den USA Masai Russell (25) läuft mit 12,25 Sekunden stark zu einem neuen Meetingrekord und setzt damit schon früh in der Saison ein Ausrufezeichen. Sie kommt vor Devynne Charlton (30), die mit 12,38 Sekunden einen neuen Landesrekord für die Bahamas aufstellt, und Weltrekordhalterin Tobi Amusan (29, 12,41) ins Ziel.
Weltmeisterin Kambundji zieht eine positive Bilanz: «Angesichts meiner Vorbereitung bin ich mit diesem ersten Rennen grundsätzlich zufrieden. Es hat mir gezeigt, wo ich stehe und was ich technisch noch verbessern kann, und ich freue mich extrem auf das, was noch kommt.»
Meetingrekord auch in Winds Lauf
Mit einer Zeit von 4:07,04 Minuten bleibt Joceline Wind klar über ihrer persönlichen Bestzeit von 4:01,59 und belegt den 14. Platz in ihrem 1500-Meter-Lauf. Der Sieg geht an die junge Äthiopierin Birke Haylom (20), die mit 3:55,56 Minuten zu einem neuen Meetingrekord stürmt. Die weiteren Podestplätze gehen an ihre Landsfrau Tsige Duguma (25) und die Australierin Abbey Caldwell (24).
Enttäuschung für Joseph: «Die Beine waren leer»
Für Jason Joseph (27) verläuft der Auftakt in die Diamond-League-Saison nicht wunschgemäss. Der Basler kommt wie so oft nicht optimal aus den Blöcken. Anders als gewohnt gelingt es ihm diesmal jedoch nicht, das Feld von hinten aufzurollen – er wird stattdessen weiter durchgereicht.
Am Ende wird Joseph mit einer Zeit von 13,51 Sekunden Achter. Damit bleibt er deutlich – mehr als vier Zehntel – über seiner persönlichen Bestleistung (13,07). Ausgerechnet mit dieser Marke sichert sich der US-Amerikaner Jamal Britt (27) den Sieg, gefolgt von seinem Landsmann Cordell Tinch (25) und dem Japaner Rachid Muratake (24).
Nach dem Rennen analysiert Joseph seine Leistung: «Zwei Tage vor dem Rennen anzureisen, war doch härter als gedacht. Nach der zweiten, dritten Hürde, dann, wenn ich eigentlich kommen sollte, kam einfach gar nichts. Glaubt mir, ich habe es wirklich versucht, aber die Beine waren leer. Aber es ist okay: Ich bin eine 13,50 gelaufen. Das ist zwar keine tolle Zeit, aber es war der Saisonauftakt nach einer langen Reise. Ich kann daraus nicht wirklich einen Schluss ziehen. Es ist ein Rennen: Check – let's go zum nächsten.»