Schweiz trifft auf Italien
Handball-Napoleon will uns die WM versauen

Bob Hanning ist eine der schillerndsten und einflussreichsten Figuren der Handballszene. Nun will der Deutsche als Nationaltrainer der italienischen Mannschaft der Schweizer Nati das WM-Ticket abjagen.
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Mächtiger Handballfunktionär: 2003 liess sich Bob Hanning als Napoleon fotografieren.
Foto: imago

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Schweizer Handball-Nati spielt am Mittwoch in den WM-Playoffs gegen Italien
  • Italiens Trainer Bob Hanning, genannt «Handball-Napoleon», sorgt für Schlagzeilen
  • Die Schweiz spielt mit voller Besetzung, Italien gilt als Aussenseiter im Duell um die WM-Teilnahme
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Christian MüllerRedaktor Sport

Die Handball-Nati hat für die WM-Playoffs mit dem Hallenstadion eine ganz grosse Bühne gewählt. Der Mann, der sich den Schweizern dabei in den Weg stellt, ist mit 1,68 Metern zwar klein, dafür mächtig und einflussreich: Der Deutsche Bob Hanning ist der Tausendsassa der Handballszene. Seit 2025 amtet er auch als Nationaltrainer der Italiener, die sich nun mit der Schweiz im Hin- und Rückspiel um die WM-Teilnahme 2027 duellieren. 

Hanning wird aufgrund seiner geringen Körpergrösse und seines umso grösseren Machtanspruchs als Handball-Napoleon bezeichnet. Vor Jahren liess er sich sogar in der Uniform des französischen Feldherrn fotografieren. Der 58-Jährige hat sich komplett dem Handball verschrieben, ein Privatleben kennt er praktisch nicht. Mit visionären Ideen will er die Sportart laufend vorantreiben. Dass er damit auch aneckt, gehört zu seinem Kalkül. 

Hannings Aufstieg begann Ende der 1990er-Jahre als Assistenztrainer von Deutschlands Nationaltrainerlegende Heiner Brand. Mit Brand («Persönlich ist Heiner für mich gestorben») hat sich Hanning wie mit vielen seiner späteren Weggefährten irgendwann überworfen. Zuletzt stand er bei seinem Klub Füchse Berlin wegen eines Machtkampfs mit seinem langjährigen Geschäftspartner Stefan Kretzschmar landesweit im Rampenlicht. Hanning setzte sich durch, Kulthandballer Kretzschmar und Meistertrainer Siewert mussten gehen. Von all seinen Tätigkeiten sind die Füchse Hannings liebstes Kind. Er war es, der den Klub als Geschäftsführer aus der Bedeutungslosigkeit der 2. Bundesliga bis zum Meistertitel 2025 und zum Pokalsieg vor wenigen Wochen führte. 

Nati in der Favoritenrolle

Hanning ist inzwischen mehr Manager denn Trainer. So ganz konnte er aufs Coachen aber nie verzichten. Dass Italien einen so grossen Namen verpflichtet, zeigt, welche Ambitionen der einstige Handballzwerg hegt. In die WM-Playoffs starten die Italiener als Aussenseiter.

Die Schweiz kann bis auf den angeschlagenen Luka Maros aus dem Vollen schöpfen. Nach den beiden WM-Teilnahmen 2021 und 2025 via den grünen Tisch solls nun erstmals auf dem sportlichen Weg klappen. Die Mannschaft von Andy Schmid wird alles daran setzen, dass Handball-Napoleon Hanning schon am Mittwoch im Hallenstadion (19 Uhr, SRF) ein erstes Waterloo erleben wird.

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