Wegen US-Angriff
Iran spricht von WM-Boykott – Infantino versucht zu beruhigen

Verzichtet der Iran auf eine WM-Teilnahme? Zumindest deutet dies der Sportminister an. Fifa-Präsident Gianni Infantino reagiert – und spricht mit US-Präsident Donald Trump darüber.
Kommentieren
1/5
Irans Nationalmannschaft hat sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert.
Foto: Anadolu via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Wegen der US-Angriffe sprechen Irans Sportfunktionäre von einem WM-Boykott
  • Fifa-Präsident Gianni Infantino versucht die Lage zu beruhigen und spricht mit Donald Trump
  • Der US-Präsident betont, dass der Iran an der Weltmeisterschaft willkommen ist
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
RMS_Portrait_AUTOR_1195.jpg
Ramona BieriRedaktorin Sport

Ende Februar haben die USA gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen. Diese Eskalation hat Auswirkungen auf den Sport. Denn in drei Monaten beginnt die Fussball-Weltmeisterschaft, die in Kanada, Mexiko und den USA stattfindet.

Auch der Iran hat sich für das Turnier qualifiziert – und müsste seine drei Gruppenspiele in den USA austragen. Dass er teilnehmen wird, scheint zum jetzigen Zeitpunkt unwahrscheinlich. Geht es nach Irans Sportminister, ist die Teilnahme komplett ausgeschlossen. «Da diese korrupte Regierung unseren Führer ermordet hat, haben wir unter allen Umständen keine Bedingungen, um an der WM teilzunehmen», sagt Ahmad Donjamali (65) in einem Fernsehinterview.

Mit den «bösartigen Massnahmen» seien seinem Land innert weniger als einem Jahr zwei Kriege aufgezwungen und mehrere Tausend Menschen getötet worden. «Daher haben wir definitiv keine Möglichkeit zu einer solchen Teilnahme.» Allerdings ist nicht klar, ob nach Donjamalis Worte der WM-Boykott bereits beschlossene Sache ist.

Iranisches Frauen-Nationalteam singt Hymne nicht mit
0:40
Protest gegen das Regime:Iranisches Frauen-Nationalteam singt Hymne nicht mit

Der Präsident des iranischen Fussballverbandes äussert sich ähnlich. Nachdem das Frauen-Nationalteam während des Asien-Cups die Hymne nicht gesungen hat und einige Spielerinnen aus Angst vor Konsequenzen in Australien Asyl beantragt haben, bringt auch Mehdi Tadsch (66) einen WM-Boykott ins Spiel: «Welcher vernünftige Mensch würde seine Nationalmannschaft in die USA schicken, wenn es bei der WM genauso politisch zugehen sollte wie in Australien.»

Menschen an der WM zusammenbringen

Diese Aussagen scheinen auch an Fifa-Präsident Gianni Infantino (55) nicht vorbeigegangen zu sein. Er versucht die Lage zu beruhigen. Auf Instagram informiert Infantino, dass er sich mit US-Präsident Donald Trump (79) getroffen hat, «um den Stand der Vorbereitungen für die bevorstehende Weltmeisterschaft und die wachsende Spannung zu besprechen». 

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.

Dabei sei auch der Iran zum Thema geworden. «Während der Gespräche bekräftigte Präsident Trump, dass die iranische Mannschaft natürlich herzlich willkommen ist, am Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen.» Gleichzeitig betont Infantino die Wichtigkeit des Turniers als gemeinschaftlichen Grossanlass. «Wir alle brauchen mehr denn je ein Ereignis wie die Fifa-Weltmeisterschaft, um die Menschen zusammenzubringen», schreibt er. Und fügt abschliessend hinzu: «Ich danke dem US-Präsidenten aufrichtig für seine Unterstützung, da dies einmal mehr zeigt, dass Fussball die Welt verbindet.»

WM-Quali Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
6
13
15
2
Slowakei
Slowakei
6
-2
12
3
Nordirland
Nordirland
6
1
9
4
Luxemburg
Luxemburg
6
-12
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
6
12
14
2
Kosovo
Kosovo
6
1
11
3
Slowenien
Slowenien
6
-5
4
4
Schweden
Schweden
6
-8
2
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
6
6
13
2
Dänemark
Dänemark
6
9
11
3
Griechenland
Griechenland
6
-2
7
4
Belarus
Belarus
6
-13
2
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
6
12
16
2
Ukraine
Ukraine
6
-1
10
3
Island
Island
6
2
7
4
Aserbaidschan
Aserbaidschan
6
-13
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
6
19
16
2
Türkei
Türkei
6
5
13
3
Georgien
Georgien
6
-8
3
4
Bulgarien
Bulgarien
6
-16
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
6
13
13
2
Irland
Irland
6
2
10
3
Ungarn
Ungarn
6
1
8
4
Armenien
Armenien
6
-16
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
8
23
20
2
Polen
Polen
8
7
17
3
Finnland
Finnland
8
-6
10
4
Malta
Malta
8
-15
5
5
Litauen
Litauen
8
-9
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Österreich
Österreich
8
18
19
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
8
10
17
3
Rumänien
Rumänien
8
9
13
4
Zypern
Zypern
8
0
8
5
San Marino
San Marino
8
-37
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
8
32
24
2
Italien
Italien
8
9
18
3
Israel
Israel
8
-1
12
4
Estland
Estland
8
-13
4
5
Moldawien
Moldawien
8
-27
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
8
22
18
2
Wales
Wales
8
10
16
3
Nordmazedonien
Nordmazedonien
8
3
13
4
Kasachstan
Kasachstan
8
-4
8
5
Liechtenstein
Liechtenstein
8
-31
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
8
22
24
2
Albanien
Albanien
8
2
14
3
Serbien
Serbien
8
-1
13
4
Lettland
Lettland
8
-10
5
5
Andorra
Andorra
8
-13
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kroatien
Kroatien
8
22
22
2
Tschechien
Tschechien
8
10
16
3
Färöer
Färöer
8
2
12
4
Montenegro
Montenegro
8
-9
9
5
Gibraltar
Gibraltar
8
-25
0
Qualifiziert
Playoffs
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen