Wegen Iran-Krieg
Irak beantragt Verschiebung der WM-Playoffs

Wegen des Krieges im Iran ist der Luftraum über dem Irak gesperrt, weshalb das Nationalteam nicht zu den WM-Playoffs nach Mexiko reisen kann. Daher wird über ein anderes Datum diskutiert.
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Der Irak will sich nach 40 Jahren wieder für eine WM-Endrunde qualifizieren.
Foto: IMAGO/NurPhoto

Darum gehts

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  • Irak beantragt WM-Playoff-Verschiebung wegen Iran-Krieg und gesperrtem Luftraum
  • FIFA schlug 25-stündige Auto-Reise in die Türkei als Lösung vor
  • Irak nahm zuletzt 1986 an einer Fussball-Weltmeisterschaft teil

Der neue Krieg im Iran zieht immer weitere Kreise und hat nach dem Frauenfussball nun auch die Männer erreicht. Irak, Nachbarland des Irans, trifft in den Playoffs für die WM 2026 Ende März entweder auf Bolivien oder Suriname und will so eines der letzten Tickets für die Gruppenphase lösen. Doch jetzt haben die Iraker einen Antrag gestellt, um das Spiel zu verschieben.

Aufgrund des anhaltenden Konflikts im Iran ist der Luftraum über dem Irak gesperrt und so kann das Nationalteam nicht nach Mexiko reisen, wo das Playoff-Spiel stattfinden soll. Das halbe Kader befindet sich derzeit in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Doch nicht nur die Spieler sitzen derzeit fest, sondern auch Trainer Graham Arnold. Der Australier kann aus dem gleichen Grund nicht aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ausreisen.

«Eine Verschiebung würde uns Zeit geben, uns angemessen vorzubereiten. Bitte helfen Sie uns bei diesem Spiel, denn wir haben momentan grosse Schwierigkeiten, unsere Spieler aus dem Irak herauszuholen.» Zum letzten Mal nahmen die Iraker im Jahr 1986 an einer WM teil. «Wir brauchen unser bestes Team, für das Land ist es das grösste Spiel seit 40 Jahren», stellte Arnold gegenüber der australischen Nachrichtenagentur AAP klar.

Wie die englische Zeitung «Guardian» berichtet, haben sich die Fifa und der irakische Verband bereits über mögliche Lösungen ausgetauscht. Der Weltverband schlug dabei vor, dass die Spieler zunächst mit dem Auto in die Türkei reisen und von dort aus nach Mexiko fliegen könnten. Allerdings würde die Fahrt auf dem Landweg rund 25 Stunden dauern. Arnold lehnt diese Option jedoch ab und erlaubt den Spielern nicht, die Reise über diesen Weg anzutreten. Die Anreise ist jedoch nicht das einzige Problem der irakischen Spieler. Derzeit sind mehrere Botschaften geschlossen, was zu Problemen bei Einreise-Visa für Mexiko führt. 

Die Spiele der interkontinentalen Playoffs werden in Guadalajara und Monterrey ausgetragen. Neben dem Irak, Suriname und Bolivien kämpfen auch Neukaledonien, Jamaika und die Demokratische Republik Kongo um einen Startplatz an der WM.

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