Zwei Fehler, dann raus nach 17 Minuten
Das traurigste Champions-League-Debüt aller Zeiten

Für Antonin Kinsky soll das Spiel gegen Atlético Madrid zur grossen Chance werden. Stattdessen erlebt der 22-jährige Goalie von Tottenham einen Horrorabend.
Kommentieren
1/5
Er weiss schon, dass dieser Ball reingeht: Antinin Kinsky (l.) nach seinem Fehler, den Julian Alvarez zum 3:0 für Atlético Madrid nutzt.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Tottenham-Goalie Antonin Kinsky (22) patzt bei Champions-League-Debüt gegen Atlético Madrid
  • Zwei schwere Fehler in 13 Minuten, Auswechslung unter hämischem Applaus
  • Erinnerungen an das Schicksal von Loris Karius werden wach
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Florian_Raz_Fussball-Reporter_Ringier_1-Bearbeitet.jpg
Florian RazReporter Fussball

Wow. Hoffentlich haben sie bei Tottenham ein ausserordentlich gutes Psychologie-Team. Antonin Kinsky (22) wird jede Hilfe brauchen, die er kriegen kann. Was ist das für ein Horror-Spiel, das der Goalie der Spurs da in Madrid miterlebt. Drei Gegentore innerhalb von 13 Minuten. An zweien ist er Schuld. Er, der junge Goalie, für den dieser Abend bei Atlético Madrid doch eigentlich die Chance sein soll, sich ins Rampenlicht zu spielen.

Im Rampenlicht steht Kinsky dann tatsächlich. Aber nicht so, wie er sich das vor dem Spiel ausgemalt hat. Eigentlich soll er Stammgoalie Guglielmo Vicario (29) unter Druck setzen, mit dem die Londoner in ihren letzten neun Spielen in der Premier League jeweils zwei oder mehr Tore kassiert haben.

Er liegt – und will gar nicht mehr aufstehen

Es ist Igor Tudors (47) verzweifelter Versuch, eine Mannschaft aufzurütteln, die in der Premier League ungebremst in Richtung Abstieg abstürzt. Der Schachzug geht komplett daneben. Und Kinsky erlebt das traurigste Champions-League-Debüt aller Zeiten. In der 6. Minute bereits rutscht er aus, als er den Ball im eigenen Sechzehner mit dem Fuss spielen will. Marcos Llorente (31) bedankt sich mit dem 1:0 für Atlético.

Das wäre schon schlimm genug für einen jungen Goalie. Aber neun Minuten später beweist Kinsky, dass es noch heftiger geht. Völlig unbedrängt spielt er den Ball – wieder mit dem Fuss – auf Julian Alvarez (26). Der muss aus elf Metern nur noch ins leere Tor einschieben.

Kinsky liegt danach erst einfach mal flach auf dem Boden. Danach bleibt der Tscheche lange auf ein Knie gestützt. Als ihn ein Teamkollege aufrichtet, mag er eigentlich gar nicht mehr aufstehen.

Weil zwischen Kinskys beiden Böcken auch noch Verteidigerkollege Micky van de Ven (24) als hinterster Mann ausgerutscht ist, steht es da bereits 3:0 für die Madrilenen, die eigentlich gar nichts tun müssen für ihre Führung.

Reif giftig: «Mich ekelt das an»

Kurze Zeit später wird Kinsky wahlweise erlöst – oder vorgeführt. Trainer Tudor nimmt ihn vom Feld. Vermutlich, um ihn zu schützen. Fussball-Experte Marcel Reif (76) aber sieht es auf Blue als weitere Demütigung: «Da holst du einen Jungen runter und schickst ihn aufs sportliche Schafott.» Und: «Mich ekelt das an.»

In Madrid kommt Stammgoalie Vicario, der sich fast unmittelbar danach durch Robin Le Normand (29) bezwingen lassen muss. Kinsky sieht das schon nicht mehr. Er ist nach seiner Auswechslung unter hämischem Applaus des heimischen Publikums direkt in der Garderobe verschwunden.

Erinnerung an den Fall Loris Karius

Sein Abend in Madrid lässt böse Erinnerungen an den Fall Loris Karius (32) aufkommen. Der Deutsche stand 2018 mit dem FC Liverpool im Final der Champions League, erlitt laut Teamärzten eine Gehirnerschütterung, spielte beim 1:3 trotzdem durch – und wurde mit zwei Fehlgriffen zum Buhmann der Liverpool-Fans.

Der damals 24 Jahre junge Karius erhielt nach der Finalniederlage Todesdrohungen und konnte in Liverpool nie mehr Fuss fassen. Heute spielt Karius in der 2. Bundesliga für Schalke 04. Es ist für Kinsky zu hoffen, dass er nicht Ähnliches erleben muss.

Und für Trainer Tudor könnte es nach bloss vier Spielen und vier Niederlagen als Cheftrainer bereits eng werden bei den Spurs.

Champions League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Arsenal FC
Arsenal FC
8
19
24
2
Bayern München
Bayern München
8
14
21
3
Liverpool FC
Liverpool FC
8
12
18
4
Tottenham Hotspur
Tottenham Hotspur
8
10
17
5
FC Barcelona
FC Barcelona
8
8
16
6
Chelsea FC
Chelsea FC
8
7
16
7
Sporting Lissabon
Sporting Lissabon
8
6
16
8
Manchester City
Manchester City
8
6
16
9
Real Madrid
Real Madrid
8
9
15
10
Inter Mailand
Inter Mailand
8
8
15
11
Paris Saint-Germain
Paris Saint-Germain
8
10
14
12
Newcastle United
Newcastle United
8
10
14
13
Juventus Turin
Juventus Turin
8
4
13
14
Atletico Madrid
Atletico Madrid
8
2
13
15
Atalanta BC
Atalanta BC
8
0
13
16
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
8
-1
12
17
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
8
2
11
18
Olympiakos Piräus
Olympiakos Piräus
8
-4
11
19
FC Brügge
FC Brügge
8
-2
10
20
Galatasaray SK
Galatasaray SK
8
-2
10
21
AS Monaco
AS Monaco
8
-6
10
22
Qarabag FK
Qarabag FK
8
-8
10
23
Bodö/Glimt
Bodö/Glimt
8
-1
9
24
SL Benfica
SL Benfica
8
-2
9
25
Olympique Marseille
Olympique Marseille
8
-3
9
26
Pafos FC
Pafos FC
8
-3
9
27
Union Saint-Gilloise
Union Saint-Gilloise
8
-9
9
28
PSV Eindhoven
PSV Eindhoven
8
0
8
29
Athletic Bilbao
Athletic Bilbao
8
-5
8
30
SSC Neapel
SSC Neapel
8
-6
8
31
FC Kopenhagen
FC Kopenhagen
8
-9
8
32
Ajax Amsterdam
Ajax Amsterdam
8
-13
6
33
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
8
-11
4
34
SK Slavia Prag
SK Slavia Prag
8
-14
3
35
Villarreal CF
Villarreal CF
8
-13
1
36
FC Kairat Almaty
FC Kairat Almaty
8
-15
1
Playoffs
Qualifikationsspiele
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen