«Uns hat niemand etwas geschenkt»
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Messi über Final-Einzug:«Uns hat niemand etwas geschenkt»

VAR-Glück, giftige Spielweise und Verschwörungstheorien
Ist Argentinien nun das meistgehasste WM-Team?

Nach dem viel diskutierten WM-Viertelfinal gegen die Schweiz haben die Argentinier auch im Halbfinal gegen England das eine oder andere Mal VAR-Glück. Zusammen mit diversen Unsportlichkeiten sammelt die Albiceleste nicht gerade Sympathien.
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Darum gehts

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Cédric HeebRedaktor Sport

Was war doch der Ärger hierzulande gross nach dem WM-Viertelfinal der Schweiz gegen Argentinien. Natürlich wegen der Niederlage der Nati in der Verlängerung, aber vor allem auch wegen des Verlaufs der Partie. Jeder noch so kleine Kontakt eines Schweizers an einen Spieler der Albiceleste wurde von Schiedsrichter João Pinheiro abgepfiffen – und die Südamerikaner durften gefühlt machen, was sie wollten.

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Enzo Fernández schlägt Elliot Anderson in den Nackenbereich, kommt aber ohne Sanktion davon.
Foto: The FA via Getty Images

Die englische Zeitung «Sun» schrieb etwa: «Argentinien siegte mit zwölf Mann gegen die auf zehn Mann reduzierte Schweiz.» Und auch Blick-Experte Urs Meier sagte, dass dem Portugiesen eine klare Linie gefehlt habe: «Als Schweizer hatte man immer das Gefühl, man sei benachteiligt.» Gegen die Engländer haben die Argentinier nun weitere Geschichten geliefert, um sich zum unbeliebtesten Land dieser WM zu machen.

Zehntausende feiern Argentiniens Final-Einzug in Buenos Aires
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Es gibt kein Halten mehr:Zehntausende feiern Argentiniens Final-Einzug in Buenos Aires

Fans übertönen England-Hymne

Manch ein TV-Zuschauer dürfte die englische Nationalhymne «God save the King» im WM-Halbfinal nicht gehört haben. Grund dafür waren nicht etwa Tonprobleme bei der Übertragung, sondern singende und pfeifende Argentinien-Fans. Magenta-TV-Experte Mats Hummels (37) hat die Hymne gar nicht mitbekommen und fand: «Hymnen auspfeifen mag ich nicht.» Englands Sturmikone Alan Shearer (55) störte sich bei der BBC weniger: «Sie mögen sich nicht, das ist in Ordnung.» Nun, die Engländer revanchierten sich und buhten während der argentinischen Hymne ebenfalls lautstark.

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Kopfschlag ohne Folgen

Es sind erst zweieinhalb Minuten gespielt, als Enzo Fernández (25) bereits für den ersten Aufreger der Partie sorgt. Der Mittelfeldspieler der Argentinier rennt wie wild auf den ballführenden Elliot Anderson (23) zu und rammt ihm den Unterarm an den Hinterkopf, als der Engländer den Ball wegspielt. Es kommt zur ersten Rudelbildung, die Spieler schubsen sich hin und her. Das Foul gibts zwar, eine Karte allerdings nicht. Einzig ein paar Worte hat Schiedsrichter Ismail Elfath (44) für Fernández übrig. Der VAR meldet sich nie. Eine Szene, die im Netz für mächtig Diskussionen sorgt.

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Fouls, Fouls und noch mehr Fouls

Das Foul von Fernandez ist eines von 12 (!) Vergehen der Argentinier in der ersten Halbzeit. Das ist pro 3:45 Minuten ein Foul. Verwarnt wurde allerdings nur Lisandro Martínez (28) in der 42. Minute. Bis zum Ende des Spiels kommen drei weitere Fouls und zwei Gelbe Karten hinzu. Viele Schubser und späte Treffer wurden zudem gar nicht geahndet. Die Engländer begingen ihrerseits 11 Fouls – sieben davon in der ersten Halbzeit –, nur Anderson sah Gelb (37.).

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Messi-Tritt vor Flanke zum 2:1?

Lionel Messi (39) liefert bei beiden argentinischen Toren den Assist. Doch eine Aktion vor dem entscheidenden 2:1 sorgt im Nachgang für Diskussionen. Nach dem Pfostentreffer von Alexis Mac Allister (27) gelangt der Ball zu Djed Spence (25), der die Kugel vor Messi wegspitzeln kann, dabei aber vom Zauberfloh am rechten Fuss getroffen wird – so zumindest die Meinung vieler Fans im Netz, die eine weitere Verschwörung wittern. Der achtfache Weltfussballer holt sich den Ball und flankt ihn zentimetergenau auf Lautaro Martínez (28), der zur Führung einnickt. Geprüft wird die Aktion gegen Spence nicht. Es kursiert allerdings auch die Annahme, dass Spence einen Krampf im linken Bein erlitten haben soll. Die TV-Kameras können nicht abschliessend klären, ob Spence tatsächlich getroffen worden ist. Zu sehen ist lediglich, wie der Engländer nach dem Zweikampf auf dem rechten Bein humpelt.

Provokationen nach Abpfiff

Der Jubel bei den Argentiniern nach dem zweiten WM-Final in Folge ist grenzenlos. Doch auch dabei machen sich die Spieler keine Freunde. So jubelt Cristian Romero (28) direkt ins Gesicht von Jude Bellingham (23), nachdem er bereits nach dem 2:1 in Richtung von Jordan Pickford (32) geschrien hat.

Und dann packen die Argentinier ein Banner mit der Aufschrift «Die Malwinen sind argentinisch» aus – eine direkte Provokation an die Engländer aufgrund des Falkland-Konflikts.

Hier holt Lo Celso den Skandal-Banner
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«Malwinen sind argentinisch»:Hier feiert die Albiceleste Skandal-Banner
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