Darum gehts
- Argentinien feiert WM-Finaleinzug nach 2:1-Sieg gegen England in Atlanta
- Spieler zeigen Banner «Las Malvinas son Argentinas», Fifa könnte Sanktionen prüfen
- 2014: Ähnliche Aktion führte zu 20'000 CHF Geldstrafe für Argentinien
Argentinien jubelt über den Finaleinzug an der WM 2026 – doch der Triumph könnte ein Nachspiel haben. Nach dem dramatischen 2:1-Halbfinalsieg gegen England in Atlanta sorgte eine politische Botschaft der «Albiceleste» für Aufsehen.
Mehrere argentinische Spieler hielten nach dem Schlusspfiff ein Banner mit der Aufschrift «Las Malvinas son Argentinas» hoch. Damit bezogen sie sich auf den Krieg um die Falklandinseln, die Argentinien als «Malvinas» bezeichnet.
Die Aktion könnte nun die Fifa auf den Plan rufen. Politische Botschaften und Gesten sind gemäss den Fifa-Reglementen verboten. Der Weltverband hat in der Vergangenheit vergleichbare Vorfälle sanktioniert.
Bereits 2014 wurde der argentinische Fussballverband wegen eines ähnlichen Banners vor einem Testspiel gegen Slowenien mit einer Geldstrafe von über 20'000 Franken belegt. Damals ging es ebenfalls um die Forderung «Las Malvinas son Argentinas».
Ob die Fifa auch diesmal ein Verfahren eröffnet oder eine Strafe ausspricht, ist noch offen.
Der Streit um die Falklandinseln begleitet die Beziehungen zwischen Argentinien und Grossbritannien seit Jahrzehnten. Im Krieg von 1982 kamen 907 Menschen ums Leben – 649 Argentinier, 255 Briten und drei Bewohner der Inseln.
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